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Lokales

25. November 2017 | 06:39 Uhr

Überflutete Straßen und vollgelaufene Keller

vom

svz.de von
erstellt am 29.Jul.2011 | 06:52 Uhr

Rostock/Stralsund/ Anklam | Schwere Regenfälle haben gestern in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns erneut zu massiven Verkehrsproblemen und sorgenvollen Mienen bei Hausbesitzern geführt. Überflutete Straßen mussten gesperrt, vollgelaufene Keller leergepumpt werden. Polizei und Feuerwehr waren im Dauereinsatz.

Besonders betroffen waren Rostock und der Kreis Bad Doberan. Für den gesamten Landesosten bestand für den Abend Unwetterwarnung wegen Starkregens. Bereits am Morgen musste eine der Hauptdurchgangsstraßen in Rostock entlang der Warnow wegen Überflutung für eine gute Stunde gesperrt werden. Viele standen im Stau und kamen zu spät zur Arbeit.

Im Norden des Kreises Bad Doberan wurden den Tag über viele Straßen wegen Überflutung gesperrt, wie eine Rostocker Polizeisprecherin sagte. Wo nicht gesperrt war, mussten die Autofahrer in Straßensenken oft durch riesige, manchmal 20 Zentimeter tiefe "Seen" fahren. Das ganze Gebiet westlich Rostocks sei betroffen gewesen, sagte die Sprecherin. Dutzende Keller seien vollgelaufen, die Feuerwehren als Helfer sehr gefragt gewesen. In Marlow (Nordvorpommern) stand Medienberichten zufolge eine Ferienanlage unter Wasser.

Es werde noch bis Samstagabend regnen, örtlich sehr ergiebig, teilte der Deutsche Wetterdienst mit, der deshalb auch für einige Landkreise im Osten und Norden Unwetterwarnungen herausgab. Uwe Ulbrich vom Wetterdienst Meteomedia auf Hiddensee kündigte spätestens für Sonntag wieder etwas Sonnenschein an.

Bei starkem Regen und heftigen Windböen kam es auf der Autobahn 20 in Nordwestmecklenburg zu Unfällen. So verlor ein 22-jähriger Mann bei Glasin die Gewalt über sein Fahrzeug und schleuderte links und rechts gegen die Leitplanken.

Bei der Anschlussstelle Zurow kam eine 22-jährige Autofahrerin von der Fahrbahn ab, durchfuhr die Bankette und schleuderte mit dem Pkw zurück auf die Fahrbahn.

Auch auf den Bundes- und Landstraßen kam es zu vielen kleineren Unfällen, die Polizei kritisierte, dass viele Autofahrer ihre Fahrweise den schwierigen Witterungsverhältnissen nicht anpassten.

Auch auf der Insel Usedom kam es wetterbedingt zu Behinderungen auf der Straße. Allerdings war der Regen nicht direkt schuld. Auf der Suche nach Alterativen zum Strandbesuch sorgten die Urlauber mit ihren Autos für Staus in den Ortschaften der Insel, erklärte ein Polizeisprecher in Anklam.

Das Wetter bringt im Land auch an diesem Wochenende die Planungen für Veranstaltungen am Wochenende durcheinander. So musste wegen Überflutung eine Vorstellung im Theaterzelt "Chapeau Rouge" in Heringsdorf abgesagt werden. Das traditionelle Sommerfest im Schlosspark von Schloss Teschow wurde vorsichtshalber gleich in die Halle des Golfhotels verlegt.

Gefährdet ist auch das traditionelle Pferderennen in der nächsten Woche auf der historischen Rennbahn von Bad Doberan. Erst am Sonntag könne entschieden werden, ob die vier Renntage vom 4. bis 7. August stattfinden könnten, zu denen rund 30 000 Besucher erwartet werden.

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