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Lokales

20. August 2017 | 04:25 Uhr

Überfall auf Karstädter Bank

vom

Karstädt/Perleberg | Beute in unbekannter Höhe haben Räuber in Karstädt gemacht. Den Tätern gelang es in der Nacht zu gestern, in die dortige Filiale der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz einzubrechen. Sie haben einen Geldautomaten gesprengt. Dieser Überfall reiht sich in eine Raubserie ein, die seit mehr als einem Jahr in der Prignitz und im benachbarten Mecklenburg Vorpommern anhält.

Zugang in Karstädt verschafften sich die offenbar professional arbeitenden Täter vermutlich durch ein Nebenfenster. Darauf weisen Einbruchsspuren am Rahmen hin. Sie sprengten den EC-Geldausgabeautomaten auf. Dem offensichtlichen Anschein nach ist ihnen dies gelungen.

Zur Höhe der gestohlenen Geldmenge gibt es bisher keine Aussage - weder von der Polizei noch vom Vorstand der Volks- und Raiffeisenbank. Nach Informationen unserer Zeitung soll sich jedoch ein größerer Geldbetrag in dem Automaten befunden haben. Grund ist der gestrige 1. September. Zum Monatsanfang bekommen viele Prignitzer Geldüberweisungen, beispielsweise Hartz-IV Beträge.

Wann genau der Überfall erfolgte, ist derzeit nicht bekannt, denn offenbar wurde kein Alarm ausgelöst. Erst das zuständige Wachschutzunternehmen habe den Einbruch gemeldet. Auch die Polizei sagt keinen konkreten Zeitpunkt. Bei der Bitte an die Bevölkerung um Hinweise, nennt sie eine fast dreieinhalbstündige Zeitspanne.

Weshalb die Alarmanlage nicht funktionierte, ist offiziell unklar. Alarmanlagen und Kamerasysteme seien in allen Bankfilialen installiert, hieß es seitens des Bankvorstands. Recherchen unserer Zeitung haben jedoch ergeben, dass die Bank eventuell vorrübergehend nicht an ein zentrales Sicherheitsnetz angeschlossen sei, deshalb bei der Polizei auch keine Meldung auflief. Der Vorstand werde heute am Vormittag Details des Überfalls auswerten und auch diese Frage behandeln, sagte Vorstand Martin Brödder.

"Da es sich hier um das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion handelt, hat die Kommission Schwere Kriminalität aus Neuruppin die Ermittlungen übernommen, unterstützt durch Beamte des Landeskriminalamtes. Sie werden auch mögliche Kameraaufnahmen auswerten", informiert Bianca Krege, Pressesprecherin des Schutzbereichs Prignitz.

Hilfestellung bei der Spurensicherung gaben bzw. geben auch Kriminalisten und Polizisten aus Perleberg. So wurde unter anderem ein Fährtenhund des Schutzbereichs eingesetzt, allerdings ohne Erfolg.

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erstellt am 01.Sep.2010 | 08:08 Uhr

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