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Lokales

17. November 2017 | 22:28 Uhr

Hansa Rostock : Trybull hat derzeit die Nase vorn

vom

Bereits zum zehnten Mal muss Peter Vollmann in der Innenverteidigung ein neues Paar bilden. Diesmal wegen der Verletzung von Hendrik Großöhmichen, der für das Spitzenspiel in Braunschweig nicht zur Verfügung steht.

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erstellt am 17.Mär.2011 | 12:09 Uhr

Rostock | Bereits zum zehnten Mal muss Hansa-Trainer Peter Vollmann in der Innenverteidigung ein neues Paar bilden. Diesmal wegen der Verletzung von Hendrik Großöhmichen, der aufgrund einer Zerrung für das Spitzenspiel bei Eintracht Braunschweig (Sonntag 13.15 Uhr) nicht zur Verfügung steht. Erfreulich aus Sicht der Rostocker: Tom Trybull (Magen-Darm-Beschwerden) sowie Martin Stoll (Muskelfaserriss im Oberschenkel) meldeten sich wieder fit. Der im Duell mit Offenbach kurzfristig nach hinten gerückte Robert Müller scheint in den Überlegungen des 53-Jährigen eine untergeordnete Rolle zu spielen. "Robert hat zuletzt mit Kevin Pannewitz im defensiven Mittelfeld gut agiert, so dass ich in der Innenverteidigung einen einfachen Personalwechsel vornehmen werde. Das ist mir sowieso am liebsten", erklärte Peter Vollmann.

Dabei muss der Coach eine entscheidende Frage klären: Setzt er im Top-Duell auf jugendliche Unbekümmertheit oder Routine, sprich Tom Trybull (18 Jahre) oder Martin Stoll (28). "Ich schaue mir die Trainingseindrücke an und werde mich dann festlegen. Zum Glück habe ich ja noch ein paar Tage Zeit. Aufgrund der Spielpraxis hat Tom derzeit sicherlich einen kleinen Vorteil", so der Fußball-Lehrer.

Trybull nutzte beim Duell in Koblenz (2:0) seine Chance, als sich Konkurrent Stoll verletzte. Er stand anschließend fünfmal in der Start-Elf, ehe ihn Großöhmichen in Burghausen (4:1) ablöste.

"Tom hatte ein paar kleine Konzentrationsprobleme. Aber ich denke, dass er diese überwunden hat", sagt Vollmann. Dass der 18-Jährige aufgrund seiner Unerfahrenheit den Aufgaben im Spitzenvergleich mit der Eintracht nicht gewachsen sei, glaubt der Trainer indes nicht: "Für seine Entwicklung als Fußballer ist solch ein Spiel sehr wichtig. Es ist etwas anderes, ob man vor 1500 oder 20 000 Zuschauern antritt. Die Menge kann schon Einfluss auf den Verlauf einer Partie nehmen. Doch diese Erfahrungen muss er machen, und das wird ihn fordern, aber auch fördern."

Wenngleich die Indizien derzeit auf Trybull hinweisen, so ist Martin Stoll sicherlich nicht chancenlos. "Für ihn spricht natürlich die Routine. Er hat Partien von solcher Qualität schon mitgemacht", so der Chefcoach. In der Winter-Vorbereitung hatte er den gebürtigen Heidelberger, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, als Nebenmann von Michael Wiemann fest eingeplant - bis ihn die Verletzung aus der Bahn warf. "Stand jetzt ist er gesund und in jedem Fall eine Alternative", sagt Vollmann, der nun einschätzen muss, ob er Stoll nach sechswöchiger Zwangspause sofort wieder ins kalte Wasser werfen kann.

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