TRW: Talsohle durchschritten

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16. Juli 2009, 12:00 Uhr

Laage Das TRW-Airbag-Werk in Laage-Kronskamp arbeitet wieder weitgehend im normalen Rhythmus. Bereits seit Mai gebe es Vollbeschäftigung, sagte Betriebsleiter Stephan Gappa gestern. Der Stamm von 520 Mitarbeitern habe auch während der härtesten drei Monate nicht gekürzt werden müssen. Mit Kurzarbeit habe man sich über die Runden retten können, dabei habe die Reduzierung der Arbeitszeit lediglich 14 Prozent betragen.

Von 80 Leiharbeitern seien inzwischen bis zu 20 wieder beschäftigt. Lediglich im Juli, einem üblichen "Loch", müsse man noch einmal auf Leiharbeiter verzichten. Im Oktober 2008 habe das Werk mit 80 Leiharbeitern einen Hochstand gehabt. Anfang des Jahres hatte sich TRW Laage wegen der schwierigen Absatzlage von allen getrennt.

Auch in Nordamerika - die TRW Airbag Systems GmbH mit Hauptsitz in Aschau gehört zum US-Konzern TRW Automotive Inc. Ohio - sieht Gappa eine "Stabilisierung" des Unternehmens. Gappa: "Ich gehe davon aus, dass wir die Talsohle durchschritten haben." Dafür macht der Laager Betriebsleiter vor allem drei Faktoren aus. Zunächst baue er auf die gleichen Effekte wie mit der Abwrackprämie in Deutschland, wenn in weiteren Ländern - Frankreich, Slowakei, Spanien, USA… - zeitversetzt ähnliche Programme anlaufen. Zudem habe man neue Technologien, anpassungsfähigere Seitenairbags, entwickelt, mit denen neue Marktanteile gewonnen würden. Nicht zuletzt könne das Laager Werk auf einen breiten Kundenmix verweisen.

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