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Lokales

24. Oktober 2017 | 07:53 Uhr

Truck stürzt ins Hafenbecken

vom

svz.de von
erstellt am 21.Sep.2010 | 08:55 Uhr

Seehafen | Weil ihm eine Wespe ins Auge flog, hat ein 22-jähriger Kraftfahrer gestern Nachmittag im Rostocker Hafen die Kontrolle über eine Zugmaschine verloren. Das Fahrzeug, das für den Transport von Trailern verwendet wird, kam von der Fahrbahn ab und stürzte über die Kaikante ins Wasser. Der Mann konnte sich aus der Fahrerkabine befreien. Er blieb augenscheinlich unverletzt. Die Bergung des Hafen-Trucks gestaltete sich hingegen schwieriger als erwartet - und gelang erst beim zweiten Versuch.

Es ist 13.55 Uhr und der Mitarbeiter eines Umschlagbetriebes im Hafen ist gerade dabei, ein Fährschiff am Liegeplatz 52 zu beladen, als das aggressive Insekt ihn in der Fahrerkabine attackiert. Bei dem Versuch, das Tier zu verscheuchen, nimmt er vermutlich die Hände vom Lenkrad und schlägt wild um sich. Während der Fahrer für kurze Zeit darauf konzentriert ist, die Wespe loszuwerden, verselbstständigt sich die Zugmaschine und steuert auf den Abgrund zu. Als der 22-Jährige bemerkt, wo die Fahrt hingeht, ist es schon zu spät. Er kann nicht mehr rechtzeitig bremsen und fliegt mit dem Truck in die Tiefe. Nachdem die Zugmaschine im Hafenbecken gelandet ist, füllt sie sich mit Wasser und beginnt zu sinken. In letzter Minute kann sich der Mann aus der Fahrerkabine befreien. Verletzt hat er sich nicht. "Trotzdem wurde er zur Beobachtung in die Klinik gebracht", sagt Kriminalhauptkommissar Hartmut Richter, Sprecher der Wasserschutzpolizei. Nach dem Unfall rückt ein Bergungsunternehmen mit Kran an, um den Truck vom Boden des Hafenbeckens zu bergen. Der erste Versuch misslingt, weil das Gurtband reißt. Der zweite Versuch führt schließlich zum Erfolg. Taucher der Rostocker Berufsfeuerwehr befestigen das Krangeschirr in acht bis zehn Metern Tiefe am Unfallfahrzeug. Um 18.38 Uhr schließlich zieht der Kran den verunglückten Truck aus dem Wasser.

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