Trotz Umbau müssen Pumpen laufen

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23. April 2010, 07:23 Uhr

wittenberge | Die Pumpen im Karthaneschöpfwerk laufen seit Ende der Woche nicht mehr. Die Elbe ist auf 3,56 Meter gefallen. Sie drückt nicht mehr in die Niederung. Der kleine Nebenfluss kann aus eigener Kraft Richtung Elbe abfließen. "Auch wenn wir das Schöpfwerk derzeit umbauen, die Funktionsfähigkeit muss stets gewährleistet sein", sagt Robert Schmidt. Der Mitarbeiter des Landesumweltamtes ist der Herr über die Baustellen am Schöpfwerk. Bis 2013 wird es für geplante 12 Millionen Euro erneuert, die Leistungsfähigkeit deutlich erhöht. Derzeit schaffen es die zwölf Pumpen des Bauwerks im Lastfall, bis zu 16,2 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus der Karthane Richtung Strom zu pumpen, das entspricht gut 97 000 Wassereimern in der Minute. Die Förderleistung des Schöpfwerkes wird nach der Fertigstellung rund 18,2 Kubikmeter pro Sekunde betragen.

Damit ist das Bauwerk, das bei Hochwasser den Rückstau der Elbe in die Niederung verhindert und die Karthane abpumpt, dann für die von Fachleuten erwarteten mächtigeren Hochwasser gerüstet.

Gerüstet ist das Landesumweltamt auch für Hochwasser, die während der Umbauphase auftreten. "Es werden stets acht der zwölf Pumpen einsatzfähig sein", sagt Schmidt. Zusätzlich werden außerhalb des Schöpfwerkes zwei Notpumpen ihren Dienst tun. Über zwei große Leitungen - der Durchmesser beträgt je 70 Zentimeter - leiten sie im Ernstfall das Wasser der Karthane über das Sperrwerk Richtung Elbe ab.

Im Herbst des vergangenen Jahres begann, bis zum 1. März unterbrochen vom strengen Winter, der Umbau des 1980 in Betrieb gestellten Werks. Das Grundprinzip dabei: Die jetzt oberirdisch angeordneten Aggregate werden durch leistungsfähigere Tauchmotorpumpen ersetzt", erklärt Schmidt. Derzeit sind die Firmen dabei, das erste von drei Segmenten trocken zu legen. Jedes dieser Segmente besteht aus vier Pumpen sowie dem Ein- und Auslaufbauwerk." Dessen Beton muss von Grund auf saniert werden. Um die Segmente, durch die die Karthane Richtung Elbe fließt, trocken zu legen, werden Spundwände in den Flussgrund gerammt. Einwohner des Ortsteile in der Nähe erzählen, dass die Ramm schläge bis zu ihnen zu hören sind.

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