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Lokales

23. November 2017 | 08:32 Uhr

Trotz Regens gute Stimmung

vom

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erstellt am 03.Jul.2011 | 07:47 Uhr

Gadebusch | Gegen Ende des Mittelalters - 1542 - wurde Gadebusch neben Güstrow, Wittenburg und Ribnitz zu einem Ort von besonderer Bedeutung, denn es wurde Münzstätte. Im Auftrag des Landesherren Albrecht VII. prägte Münzmeister Bernhard Jungelik (Jüngling) von nun an in der Stadt an der Radegast Münzen. Ihm hat die Stadt auch den berühmten Gadebuscher Taler von 1543 zu verdanken.

Anlässlich dieser historischen Begebenheit erinnert jedes Jahr das Münzfest an das Privileg, Münzen prägen zu dürfen. In diesem Jahr feierten zahlreiche Gadebuscher bereits zum 17. Mal in den Straßen der Stadt. Schon am Freitagabend wurde das Fest eröffnet. Das Gadebuscher Blasorchester gab ein weiteres Mal auf der Brücke über den Burgsee ein kleines Konzert. Doch am Sonnabend gab es noch so einige Höhepunkte zu erleben. Unter anderem zeigten Artisten auf Motorrädern in luftiger Höhe über dem Marktplatz akrobatische Glanzleistungen. Auch die Knirpse der Kindertagesstätten Am Burgsee und Arche Noah durften die Bühne am Markt erobern - denn ihr Comenius-Projekt ist nun nach zwei Jahren beendet.

Einen tränenreichen Auftritt gab es von Schlagersängerin Christin Stark. Denn sie ist ein Kind der Münzstadt und traf bei ihrem Auftritt zahlreiche Familienmitglieder, Freunde und Bekannte wieder. "Ich war noch nie so nervös wie heute. Ich werde sicherlich weinen", sagte Christin Stark kurz vor ihrem Auftritt. Und so war es dann auch. Bereits bei ihrem ersten Lied "Ich bin stark" kullerten die Tränen, als sie ihre Oma wieder in die Arme schließen konnte, denn mittlerweile wohnt sie in Osterholz-Scharmbeck bei Bremen. Was selbstverständlich beim Gadebuscher Münzfest nicht fehlen darf, ist die Wahl der Münzfee. Mit Spannung wurde am Sonntag erwartet, wer auf Ann-Christin Abraham, die bis dato amtierende Münzfee war, folgte. Susanne Torner, seit zehn Jahren arbeitet sie in der Gadebuscher Buchhandlung Schnürl&Müller, freute sich besonders über ihre Wahl und das damit entgegengebrachte Vertrauen. "Ich war so aufgeregt, bin aber auch stolz und freue mich über diese Auszeichnung", sagte Susanne Torner kurz nach der Kür.

Das 17. Münzfest "Märchen, Sagen und Legenden" wurde vom "Kunst- und Kulturverein Pegasus e.V." organisiert. Auch das traditionelle Münzprägen des Godetalers hat nicht gefehlt. In diesem Jahr ziert die Münze die Außenfassade des Alten Schützenhauses. Eine lange Tradition, der sich die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest angenommen hat. Zur Enthüllung des Münzschlägers lesen Sie in einer unserer kommenden Ausgaben.


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