Trotz Hitze rollen die Radler in die Prignitz

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22. Juli 2010, 07:03 Uhr

Prignitz | Der Tourismus in der Prignitz erlebt ein normales Jahr. Nach dem zu Beginn durch die lang anhaltende Kälte Besucher ausblieben, lösten die Hitzewellen der vergangenen Wochen auch keinen großen Ansturm aus. Dabei gibt es aber innerhalb des Landkreises Unterschiede. Während die Ferien- und Urlaubszeit noch läuft, beginnen die Touristinformationen bereits mit den Planungen für 2011.

"Es gibt keine Besonderheiten. Für uns ist es ein normaler Sommer", antwortete Katharina Zimmermann, Marketing-Mitarbeiterin des Tourismusverbandes Prignitz, auf die Frage, ob die Hitze mehr Besucher als sonst in den Kreis gelockt hat. "Wir hatten durch die Kälte einen schlechten Jahresanfang. Da sind nur wenige Gäste in die Prignitz gekommen", erzählte sie weiter und fügte hinzu: "Wie es insgesamt gelaufen ist, wissen wir erfahrungsgemäß erst hinterher".

Dafür weiß der Tourismusverband Prignitz trotz laufender Urlaubszeit schon jetzt, wie die Werbung für das kommende Jahr aussehen soll. "Wir planen bereits die Aktionen für 2011, denn im Herbst stehen die Messen an, auf denen wir für Reisen in die Prignitz werben. Wir versuchen die Kunden dazu zu bewegen, ihren Urlaub bei uns zu planen", sagte Katharina Zimmermann. Geworben wird dabei weniger mit Pauschal-Arrangements, sondern mit Festveranstaltungen oder Stadtfesten.

Eine doch etwas überraschende Aussage kommt aus Bad Wilsnack. "Durch die Wärme sind einige Leute weniger nicht gekommen. Sonst hatten wir im Sommer mehr Touristen", erklärte Margitta Britze von der Bad Wilsnacker Stadtinformation. Und während Wunderblutkirche und Kristalltherme der Stadt wohl noch genügend Besucher bescheren dürften, gilt auch hier der Blick schon dem nächsten Jahr.

Bei der Stadtinformation wird demnächst am Tourismus-Material 2011 gearbeitet, bestätigte Margitta Britze den beim Perleberger Büro des Tourismusverbandes beobachteten Trend. Gleiches gilt auch für das Besucherzentrum der Burg Lenzen. Auch hier laufen die Planungen für 2011, so zum Beispiel für Bootstouren. Was die aktuelle Situation betrifft, ist die Lage anders als in Bad Wilsnack. "Bei uns sind im Augenblick sehr viele Gäste."

Sehr viele Gäste registriert nach den Worten von Wittenberges Fremdenverkehrsfachfrau Simone Albers auch die Touristinfo in Wittenberge. Die meisten Besucher wären auf zwei Rädern unterwegs, würden den Infopunkt im Stadtzentrum ansteuern, um sich über Sehenswürdigkeiten in der Stadt und der Umgebung zu informieren. Landesgrenzen spielen dabei keine Rolle, "auch für uns nicht, wir können auch zu Nachbarregionen Auskunft geben", sagt Albers. Nach ihren Worten nimmt die Zahl der ausländischen Pedalritter zu. Deshalb werden die beiden Mitarbeiterinnen der Touristinfo, Frauke Spiller und Kerstin Hiller, die Englischkenntnisse auffrischen und entsprechende Kurse belegen.

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