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Lokales

19. November 2017 | 04:19 Uhr

Trinkwasser wird weiter gechlort

vom

svz.de von
erstellt am 25.Jul.2011 | 07:01 Uhr

Wittenberge | Mit Spannung werden im Wasserwerk Wittenberge die Ergebnisse der gestern gezogenen Proben erwartet. Vom Ergebnis, das morgen vorliegen wird, hängt ab, ob das Wasser weiterhin desinfiziert, sprich gechlort werden muss.

Seit Ende Juni ist das Trinkwasser aus dem Werk in Lindenberg mikrobakteriell verunreinigt (der "Prignitzer" berichtete). Dort, wo das Trinkwasser für 7000 Haushalte in der Elbestadt und umliegenden Orten den Betrieb in Lindenberg verlässt, steht die Apparatur, aus der das genau dosierte Chlor dem Lebensmittel zugesetzt wird. Dieses Desinfizieren ist zwingend notwendig. Seit Ende Juni ist das Wasser mikrobakteriell verunreinigt.

"Wir haben bei einer unserer regelmäßigen Proben coliforme Bakterien gefunden. Also muss gehandelt werden", sagt Jan Waldmann, Hygieneinspektor der Kreisverwaltung. Er fügt aber auch gleich hinzu, dass kein Grund zur Hysterie bestehe. Mit dem Chloren werden die Standards erreicht, die für Trinkwasser gelten.

Von Waldmann ist auch zu erfahren, dass die besagten Bakterien "eine große Gruppe beschreiben, die man als Schmutzkeime bezeichnen kann".

Sie seien ein Indikator dafür, dass irgendwo im Prozess der Produktion bzw.der Verteilung des Wassers ein "Eintrag von außen erfolgt oder erfolgte".

Als Ende Juni bei den regelmäßig stattfindenden Proben die ersten Bakterien entdeckt wurden, schien die Ursache recht schnell gefunden. Einer der 14 Brunnen, aus denen die Wasserwerke das kühle Nass pumpen, schien verunreinigt. "Wir haben ihn sofort still gelegt, haben aber trotzdem noch Probleme", sagt Christian Kantor als der zuständige Bereichsleiter für den Trinkwasserbereich. Die Suche nach der Ursache gleiche der nach der berühmten Nadel im Heuhaufen.

Der Hygieneinspektor spricht von geringen Werten, wenn es um die Verunreinigung geht. Ein, zwei oder fünf Keime seien auf 100 Millilitern festgestellt worden. Aber: "Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Die Verbraucher sollen es in bestmöglicher Qualität bekommen." Um jegliche Beeinträchtigung bzw. Gefahr auszuschließen, gilt bis auf Widerruf das Abkochgebot für das Trinkwasser, betont Waldmann.

Gestern hat das Gesundheitsamt wieder eine Probe gezogen. Nach 48 Stunden Brutzeit wisse man, ob und wo sich noch Keime befinden, erklärt Waldmann. Derzeit ist der Rohwasserbereich, also jener vor der Aufbereitung, keimfrei. Dahinter und im Netz haben sich noch Verunreinigungen gefunden. Das morgige Probenergebnis wird Aufschluss geben, wie weit das Rohrleitungssystem noch belastet ist. Sollten sich keine Bakterien mehr finden, wird des Netz gründlich gespült und erneut Proben gezogen.

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