Traumberuf vor der Haustür

Die neuen Azubis Annett Kuschat und Nora Nagl.
Die neuen Azubis Annett Kuschat und Nora Nagl.

Sie haben ihr Abitur gemacht und einen Ausbildungsvertrag in der Tasche: Annett Kuschat und Nora Nagl. Und das beste daran ist, sie können zu Fuß zum Lehrbetrieb gehen, denn die Gemeindeverwaltung befindet sich in ihrem Heimatort.

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13. August 2009, 09:12 Uhr

Groß Pankow | Annett sagt von sich, recht ordnungsliebend zu sein, einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn zu haben. Das passe wunderbar zum Beruf einer Verwaltungsfachangestellten. Außerdem gehe sie gern mit Menschen um. Derart kontaktfreudig ist auch Nora, zudem liebe sie Schreibarbeiten.

Also bewarben sich die beiden Groß Pankowerinnen, die am Goethe-Gymnasium in Pritz walk ihr Abitur absolvierten, in der Gemeindeverwaltung. Und sie hatten Glück, sind seit dem 3. August Auszubildende im Groß Pankower Rathaus.

"Wir wurden hier sehr gut aufgenommen, das Betriebsklima ist angenehm, die Kollegen sind sehr freundlich zu uns", schwärmt Annett, die derzeit im Einwohnermeldeamt Verwaltungsluft schnuppert. Nora lobt, dass "man hier selbstständig arbeiten kann, da lernt man richtig viel". Sie geht ihre ersten Verwaltungsschritte im Ordnungsamt.

Auch für Bürgermeister Thomas Brandt sind die neuen Auszubildenden ein Glücksfall. "Denn wir stellen natürlich gerne junge Leute aus der Region ein, und wenn es dann in der eigenen Gemeinde klappt, ist das natürlich besonders schön."

Die jungen Mädchen haben wie die anderen Auszubildenden - Karsten Lehmann ist derzeit im dritten, Sandra Gabinski im 2. Lehrjahr - die Chance, nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung übernommen zu werden. Erfolgreich heißt konkret, "mindestens mit der Note 2", wie Brandt betont. Dann würden die Berufsanfänger unbefristet übernommen, hätten zudem die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiums. "Wer die Ausbildung mit sehr guten Ergebnissen abschließt, kann schon nach einem Jahr Arbeit mit dem Studium beginnen. Ab Note 2 sind zwei berufspraktische Jahre vorgeschrieben", erklärt Brandt. Egal wie, die Verwaltung sei auf jeden Fall an einem Studium der neuen Mitarbeiter interessiert, denn "der öffentliche Dienst in der kommunalen Verwaltung hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt, da ist ein weiterführendes Studium schon wichtig, um dem Aufgabenspektrum gerecht zu werden", macht der Bürgermeister deutlich.

Ob nun die Studienrichtung Betriebswirtschaftslehre oder lieber Verwaltungsfachwirt, da sind sich die beiden jungen Mädchen noch nicht sicher. Aber noch haben sie ja auch Zeit. Glücklich sind aber beide schon jetzt, im Heimatort auch einen Ausbildungsplatz gefunden zu haben. "Mir war es sehr wichtig, hier zu bleiben, denn ich habe meine Freunde und meine Familie hier", sagt Nora. Und Annett fügt hinzu: "Es gehen ja schon genug junge Leute in Großstädte, da müssen doch auch ein paar bleiben, damit die Prignitz nicht ausstirbt".

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