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Lokales

20. September 2017 | 13:19 Uhr

Traum von Bildung hat sich erfüllt

vom

svz.de von
erstellt am 19.Okt.2010 | 08:27 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Das Wasser, in das Ricarda Wilhelm vor drei Jahren gesprungen ist, war eiskalt. Viele Kollegen waren skeptisch, als die ehemalige Leiterin der Werner-Lindemann-Schule ihren Beruf aufgab. Ihr Traum: Die Gründung einer eigenen Schule nach den Leitlinien Individualität, Leistung und Harmonie. Trotz aller Schwierigkeiten hielt Wilhelm an ihrem Projekt fest und gründete die Schule Universitas. Dafür wurde sie jetzt als Landessiegerin des Wettbewerbs "Mutmacher der Nation" in MV ausgezeichnet. "Ich freue mich. Es zeigt, dass man an seine Träume glauben soll." Am 2. Dezember findet eine Gala in Berlin statt, bei der aus den 16 Landessiegern der Mutmacher der Nation gewählt wird. Den Gewinner erwartet ein Preisgeld von 20 000 Euro. Zum sechsten Mal zeichnet die Kampagne besondere Projekte aus. Für die Jury war Wilhelms Kampfgeist und die Herangehensweise ausschlaggebend. Die Mischung aus Harmonie und Leistung sei an der Universitas besonders zu loben.

Mit sieben Schülern und vier Mitarbeitern startete 2007 das erste Schuljahr. Kurz vorher wurde das passende Objekt gefunden: Eine Villa im Patriotischen Weg. Heute werden an der Universitas 66 Schüler unterrichtet. "Wir sind bis unter das Dach voll", sagt die Lehrerin, Schulleiterin und Geschäftsführerin. Um die Ausbildung auch bis zum Abitur zu gewährleisten, soll im November der Grundstein für ein zweites Gebäude in der Zochstraße gelegt werden. Bis zur Einschulung 2011 soll das Haus stehen. Geplant sind ein großer Saal mit eigener Küche und mehrere Lernebenen. In beiden Gebäuden finden dann 200 Schüler Platz. Und noch mehr ist geplant: Mit einem Neubau auf der Holzhalbinsel soll in der Zukunft die Schülerzahl auf maximal 400 erhöht werden. "Mehr dürfen es nicht werden, sonst geht die familiäre Atmosphäre verloren."

Der Landespreis ist mit 1000 Euro dotiert. Mit dem Gewinn will die Universitas eine Stiftung gründen, die es ermöglicht, Stipendien an Kinder zu vergeben, deren Eltern die monatliche Gebühr nicht aufbringen können. Diese ist abhängig vom Einkommen der Eltern und der Altersstufe der Kinder und liegt zwischen 50 und 670 Euro. Wilhelm würde jederzeit wieder den großen Schritt gehen: "Jeden Tag sehe ich, welche Freude die Kinder hier am Lernen haben. Dafür lohnt es sich."

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