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Lokales

25. November 2017 | 01:02 Uhr

Traum vom grünen Schulhof ist geplatzt

vom

svz.de von
erstellt am 10.Jun.2010 | 09:10 Uhr

Rostock | Grundschüler in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt müssen weiter mit Beton Vorlieb nehmen: Die Rostocker Bürgerschaft hat die Pläne für einen grünen und abwechslungsreich gestalteten Pausenhof auf Eis gelegt. Sie lehnte es bei ihrer Sitzung am Mittwochabend ab, 670 000 Euro für die Sanierung im Jahr 2011 einzuplanen. "Der Zustand ist nicht optimal, aber zumutbar", sagt Schulsenatorin Liane Melzer (SPD). Rostock müsse andere Prioritäten setzen.

Die Stadt hat noch für dieses Jahr Baumaßnahmen am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Technik am Standort Jägerbäk angeschoben. Hier muss die Stadt zwar fast 4,4 Millionen Euro an Eigenmitteln aufbringen - vom Land kommen aber Fördermittel in Höhe von 7,6 Millionen Euro dazu. Und diese kurzfristig aus Schwerin zugesagte Finanzspritze wollte sich das Rathaus nicht entgehen lassen.

Dringend notwendig ist nach Angaben der Schulausschussvorsitzenden Barbara Cornelius (SPD) auch die Erneuerung eines Sportplatzes in Lichtenhagen. Der sei zwar für gleich drei Schulen vorgesehen, zurzeit aber unbenutzbar. "Zuerst müssen wir den Unterricht dort sicherstellen", sagt Cornelius. Mit der Ablehnung in der Bürgerschaft könnte sich der neue Schulhof für die Lindemann-Schule im Stadtzentrum auf Jahre hinaus verzögern. Für die Sanierung des dortigen Gebäudes und der Sporthalle hatte die Stadt in den vergangenen Jahren bereits 3,5 Millionen Euro aufgebracht. "Ein normales Bauvorhaben ist aber erst beendet, wenn die Freifläche auch fertig ist", sagt Annette Niemeyer (Aufbruch 09), Vorsitzende des KTV-Ortsbeirats. Das Geld dafür nicht einzuplanen, sei inakzeptabel. Der Ortsbeirat beharrt auf dem Projekt: Ein grüner Schulhof sei im dichtest besiedelten Rostocker Stadtteil besonders wichtig.

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