Transfer am Strom

Während Nico Skrobski den nächsten Fahrradtransport für den Elberadweg zusammenstellt …
1 von 2
Während Nico Skrobski den nächsten Fahrradtransport für den Elberadweg zusammenstellt …

Als Nico Skrobski vor vier Jahren mit seinem Transfer für den Elberadweg startete, war es eigentlich mehr als Nebenbeigeschäft gedacht. Heute hat der Breeser in der Saison täglich vier Transporter im Einsatz, ist zwischen Magdeburg und Cuxhaven unterwegs.

von
12. August 2009, 09:10 Uhr

Prignitz | "350 Kilometer Strecke ist das tägliche Minimum", erzählt Nico Skrobski. Transportiert werden Personen ebenso wie Fahrräder und Gepäck. Denn viele Radler möchten auf langen Strecken nicht auch noch schwere Taschen auf dem Rad mitschleppen. Andererseits fahren die meisten lieber nur in eine Richtung und nehmen den Rückweg dann komfortabler mit dem Kleinbus oder lassen sich zum Zug bringen. Möglichkeiten gibt es da viele, weiß der Breeser.

Vor vier Jahren schloss er den Vertrag mit der Elberad-Touristik Magdeburg. Seitdem wurden es von Jahr zu Jahr immer mehr Transporte, erweiterte der Breeser seinen Fuhrpark und seinen Service. "Wir betreiben auch zwei Servicestationen, eine in Breese, die andere in Hamburg. Dort werden die Fahrräder gewartet, zwischengelagert und auch ausgetauscht", beschreibt Nico Skrobski. Zudem sind Leihfahrräder in Magdeburg, Breese, Lenzen und Hamburg erhältlich. Und dann nicht zu vergessen das gastronomische Angebot am Lenzener Sportboothafen, den Skrobski am 1. Mai dieses Jahres übernahm.

Skrobski bietet seinen Kunden aber nicht nur diese Radwege-Servicleistungen an. "Unsere Gäste können auch Kanutouren unternehmen. Denn wir arbeiten eng mit Lutz Schmidt vom Landgasthof Cumlosen zusammen." So würden die Touristen beispielsweise an der Wahrenberger Fähre mit dem Boot zu Wasser gelassen, von dort aus gehe es bis zum Lenzener Sportboothafen, dort werden sie dann verpflegt und wieder zurück zum Ausgangsort gebracht, berichtet der Breeser. Auch beim Stadt- und Hafenfest in Lenzen hatte er gemeinsam mit seinem Cumlosener Partner auf dem Steg am Sportboothafen eine Station eingerichtet, von wo aus begleitete Kanutouren unternommen werden konnten.

Skrobskis Engagement trägt Früchte. Vier Leute sind in seinem Familienbetrieb mittlerweile damit beschäftigt, die Radtouristen entsprechend zu begleiten. Pro Woche seien es 100 bis 120 Personen. Und die Tendenz sei steigend. Vor allem das östliche Elbufer erfreue sich zunehmender Beliebtheit. "Viel mehr Elbvorland, viel mehr Natur", beschreibt Skrobski.

Was die Fahrradtouristen anbelangt, unterscheidet der Breeser drei Gruppen. "Da gibt es die Familien mit Kinder, die Rentner und dann gibt es die Sprintergruppe." Während die ersten beiden Gruppen täglich so zwischen 50 bis 70 Kilometer per Rad auf dem Elbdeich zurücklegen, seien es bei den Sprintern 100 bis 150 Kilometer. Entsprechend muss sich sein Service-Unternehmen darauf einstellen. Kein Problem für den Breeser, der gemeinsam mit einem Partner hier vor Ort und in Hamburg die Touren organisiert, alles koordiniert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen