Tragischer Bootsunfall auf dem Schaalsee

Insgesamt 140 Einsatzkräfte starteten am Schaalsee eine mehrstündige Suchaktion. Nimtz
Insgesamt 140 Einsatzkräfte starteten am Schaalsee eine mehrstündige Suchaktion. Nimtz

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23. August 2010, 09:33 Uhr

Schaalsee | Bei einem tragischen Bootsunfall auf dem Schaalsee ist am Sonntagabend ein 67-jähriger Mann aus Bad Schwartau tödlich verunglückt. Zwei weitere Mitfahrer gelten derzeit noch als vermisst.

Die drei Männer waren mit ihrem roten Angelboot auf dem Schaalsee unterwegs, haben einige Bier getrunken und genossen das schöne Wetter. "Was dann geschah ist bislang völlig ungewiss. Fest steht definitiv nur, das wir bislang eine ertrunkene Person gefunden haben", so ein Polizeisprecher.

Zeugen, die ebenfalls mit einem Ruderboot unterwegs waren, hatten gegen 19 Uhr ein herrenloses Anglerboot mit laufendem Motor im Schilfgürtel entdeckt und es mit an Land gezogen. Auf ihrem Weg dahin entdeckten sie dann einen bereits leblosen Mann im Wasser treiben.

Die durch die Zeugen verständigte Rettungswagenbesatzung sowie der Ratzeburger Notarzt begannen nach ihrem Eintreffen sofort mit der Reanimation des 67-Jährigen. Trotz intensivster Bemühungen konnte der Notarzt nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Insgesamt 140 ehrenamtliche Helfer von Feuerwehr, DLRG, THW, Polizei sowie die Rettungshubschrauberbesatzung Christoph 29 aus Siblin starteten daraufhin eine mehrstündige Suchaktion bis spät in die Nacht. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Salem, Dargow und Ratzeburg, sowie die DLRG aus Ratzburg, Groß Sarau, Büchen, Mölln und Zarrentin suchten bis zur völligen Erschöpfung - leider völlig erfolglos. "Neben mehreren Tauch- und Suchtrupps haben wir insgesamt sechs Bootsbesatzungen von Feuerwehr und DLRG im Einsatz", erklärte Taucheinsatzleiter Florian Nehls. "Zusätzlich suchten wir vom Rettungshubschrauber Christoph 29 aus mit der Wärmebildkamera und auf dem Wasser von einem Boot aus mit speziell ausgebildeten Wasserortungshunden aus dem Kreis Ostholstein nach den Vermissten", so Florian Nehls weiter.

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