Tradition der Hausschlachtung belebt

Schlachter Erhard Küchau und fünf weitere Männer machten sich am vergangenen Sonnabend an die Arbeit. Tilo Röpcke
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Schlachter Erhard Küchau und fünf weitere Männer machten sich am vergangenen Sonnabend an die Arbeit. Tilo Röpcke

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18. Januar 2011, 01:57 Uhr

Lübtheen | "Wir wollen mit interessanten Angeboten in die neue Saison starten", sagt Jutta Rotter, Vereinsvorsitzende vom Heimat- und Kulturverein der Lindenstadt Lübtheen e.V., beim diesjährigen Veranstaltungsauftakt am vergangenen Wochenende. Angefangen hatte alles vor einigen Jahren mit einer Ausstellung über altes Handwerk, bei der auch der Schlachterberuf vorgestellt wurde. Und nun freute sich Jutta Rotter gemeinsam mit ihren mehr als 80 Mitstreitern im Verein am vergangenen Sonnabend zum bereits sechsten Mal in Folge zu einer Hofschlachtung einladen zu können.

Mehr als dreieinhalb Zentner brachte das Schwein auf die Waage, das von Erhard Küchau und fünf weiteren gestandenen Männern innerhalb weniger Stunden fachkundig zerlegt wurde. Sicherlich nicht zu jedem Zeitpunkt der Schlachtung war es ein schöner Anblick für die anwesenden Gäste, darunter auch Kinder. Allerdings zögerten sie nicht lange, um Fragen zu stellen und ließen sie sich vom ehemaligen Schlachter Erhard Küchau ausführlich beantworten.

Während am Sonnabend ausdrücklich alle Lübtheener und ihre Gäste zum diesjährigen Jahresauftakt eingeladen waren, war der Sonntag ausschließlich den Vereinsmitgliedern vorbehalten. Und so packten alle kräftig mit an, um das am Vortag zerlegte Schwein auch zu Wurst zu verarbeiten. Ein großes Dankeschön geht von Jutta Rotter ausdrücklich an Manfred Rolletschek, bei dem sämtliche Fäden für diese Hofschlachtung zusammenliefen. Aber auch Waltraud Lehmann, die schon seit vielen Jahren ihren Hof zur Verfügung stellt, damit die Tiere den Tag vor ihrer Schlachtung stressfrei verbringen können, gebührt großer Dank.

Der "Heimat- und Kulturverein der Lindenstadt Lübtheen e.V." hat sich in diesem Jahr dem Motto "Lübtheener Schulgeschichte" verschrieben. Ziel ist es, bis zum Oktober mit großem Aufwand eine Ausstellung zu diesem Thema zusammenzustellen. Vereinsvorsitzende Jutta Rotter ist sich allerdings sicher, dass es ihnen, so wie in den vielen anderen Jahren zuvor auch, gelingen wird, eine aussagekräftige und interessante Ausstellung auf die Beine zu stellen.

"Schließlich konnten wir uns zu jedem Zeitpunkt sowohl auf unsere engagierten Lübtheener Bürger als auch Vereinsmitglieder verlassen", sagt Rotter nicht ohne Stolz.

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