Tourismusverband lehnt Windräder in Tourismusgebieten ab

svz.de von
05. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Der Vorstand des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte/Mecklenburgische Schweiz lehnt die Errichtung von Windkraftanlagen in so genannten Tourismusschwerpunkträumen ab. So verkenne z.B. die vom Regionalen Planungsverband Rostock beabsichtigte Ausweisung von Eignungsgebieten für Windräder in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ferienressort Linstow (SVZ berichtete) in einem Tourismusschwerpunktraum völlig die tourismuswirtschaftliche Bedeutung, welche dieses Ressort auch für das weitere Umland habe, informiert der Vorstand. „Wir appellieren an alle Entscheidungsträger, bei dem weiteren Ausbau der Windenergie im Rahmen der Teilfortschreibungen und ggf. anderer Verfahren den Belangen der Entwicklung des Tourismus besonderes Gewicht zu verleihen sowie die Naturpotenziale und Kulturlandschaften als Basis der Tourismusentwicklung zu erhalten“, sagt Herr Wolf-Dieter Ringguth, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte. Im Verbandsgebiet sollen derzeit weitere Eignungsgebiete für Windenergieanlagen ausgewiesen werden.

Im Flächenland MV sei genug Raum vorhanden, um den Ausbau der Windenergie auch tourismus- und umweltverträglich steuern zu können. Es müsse nicht um jeden Preis der Windenergie Vorrang vor konkurrierenden Raumnutzungen eingeräumt werden, heißt es. „MV soll nicht nur Energieland werden, sondern vor allem auch Tourismusland mit seiner reichen und einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft bleiben“, so Ringguth.

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