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Studie des Baltic College untersucht Touristeninformationen : Tourismus-Werbung hinkt hinterher

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Wen es als Besucher nach Westmecklenburg zieht, möchte wissen, was er in der Region erleben kann. Um dies zu erfahren, sind erste Anlaufpunkte oft die Tourist-Informationen. Doch wie gut sind die?

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erstellt am 06.Jul.2011 | 07:42 Uhr

Schwerin | Wen es als Besucher nach Westmecklenburg zieht, möchte wissen, was er in der Region erleben kann, welche Angebote es gibt, was die Höhepunkte sind. Um dies zu erfahren, sind erste Anlaufpunkte oft die Tourist-Informationen. Doch wie gut sind die? Das haben Studenten des Baltic College von Mitte Mai bis Anfang Juni untersucht. In einem Projekt analysierten sie Ausstattung, Erreichbarkeit, Wissensstand zur Region oder Aktualität von Broschüren.

Die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich für die Tourist-Infos in Parchim und Wismar, in Neustadt-Glewe, Ludwigslust und Banzkow, in Warin, Bad Kleinen und Hohen Viecheln. Die erteilten Noten reichen von einer glatten "1" für Parchim und Neustadt-Glewe bis einer "4 - 5" für Banzkow. In Schwerin wurden die Info der Stadtmarketing Gesellschaft im Rathaus (Note 2,84) und die private Tourist-Info in der Puschkinstraße (Note 3) untersucht. Besonders inte ressant sind jedoch die Einzelbewertungen. So fallen fast alle Informationspunkte in Sachen Barrierefreiheit durch. Nur Parchim bekam hier ein "Sehr gut", die Schweriner Info im Rathaus war bedingt für Menschen mit einem Handicap zugänglich.

Zwei von zehn Tourist-Infos waren während der offiziellen Öffnungszeiten geschlossen, oft stimmten die im Internet veröffentlichten Zeiten nicht mit den tatsächlichen überein.

Auch die Beratungsqualität war sehr unterschiedlich. Wiederum in Parchim bekamen die Mitarbeiter eine "1", ebenso die Info in der Schweriner Puschkinstraße. Bei der Tourist-Info der Stadtmarketinggesellschaft in der Landeshauptstadt wirkte die Mitarbeiterin "nicht so, als hätte sie Spaß bei der Arbeit". In Ludwigslust wurde ein "sehr unpersönliches Anschreiben" zum zugesandten Infopaket bemängelt.

Fazit der Studie: Die Tourist-Informationen in der Region müssen besser vernetzt werden.


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