Totschläger lauert im Hausflur

'Der 43-Jährige erlitt schwere Verletzungen am Kopf und am  Körper – er musste operiert werden' - Volker Werner, Sprecher der Polizeidirektion Rostock
"Der 43-Jährige erlitt schwere Verletzungen am Kopf und am Körper – er musste operiert werden" - Volker Werner, Sprecher der Polizeidirektion Rostock

Lebensgefährliche Eskalation im Mehrfamilienhaus: Mit einem Metallrohr hat ein 29-Jähriger gestern Nacht in Rostock sein Opfer verprügelt. Anschließend biss und schlug er auch zwei Bewohner, die dem 43-Jährigen zu Hilfe eilen wollten. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Der Angreifer sitzt wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft.

von
14. Oktober 2009, 08:22 Uhr

Rostock | Aus einem Streit im Hausflur ist gestern Nacht in Rostock blitzschnell eine lebensgefährliche Attacke geworden. In einem Mehrfamilienhaus in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt schlug gestern Nacht um 1.40 Uhr ein 29-Jähriger einen Rostocker mit einem Metallrohr zusammen. Das 43 Jahre alte Opfer kam in ein Krankenhaus, schwer verletzt am Kopf und am Körper. Der Mann musste nach Angaben der Polizei dort operiert und anschließend stationär aufgenommen werden. Der mutmaßliche Schläger wurde noch am Tatort vorläufig festgenommen und in das Zentralgewahrsam gebracht. Inzwischen sitzt er in Untersuchungshaft. "Das Amtsgericht Rostock erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und ordnete den sofortigen Vollzug an", sagt Volker Werner, Sprecher der Polizeidirektion Rostock. Das Motiv und die genauen Hintergründe der Tat sind den Angaben zufolge aber noch unklar.

Zwei Hausbewohner hatten die lautstarke Auseinandersetzung im Flur gehört und kamen aus ihren Wohnungen. Dort sahen sie die Männer, die beide nicht in dem Mehrfamilienhaus gemeldet sind. Der 29-Jährige aus dem Rostocker Stadtteil Reutershagen drosch laut Ermittlungsbehörden mit dem Rohr auf sein Opfer ein. Die beiden Zeugen eilten ihm zu Hilfe, gerieten daraufhin aber selbst ins Visier des Angreifers. "Der Tatverdächtige attackierte dann auch diese beiden Zeugen und verletzte sie durch Bisse und Schläge", sagt Polizeihauptkommissar Werner.

Die Polizei war Minuten nach den Übergriffen zum Tatort im Rostocker Studentenviertel geeilt. Dort konnte sie den mutmaßlichen Täter festnehmen, während Rettungskräfte den schwer verletzten 43-Jährigen in die Notaufnahme eines Klinikums brachten. Im Fall einer späteren Verurteilung droht dem mutmaßlichen Täter eine mehrjährige Haftstrafe.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen