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Lokales

11. Dezember 2017 | 20:09 Uhr

Tore auf für den neuen Solarpark

vom

svz.de von
erstellt am 11.Mai.2010 | 09:01 Uhr

Blankenberg | Es ist geschafft. Gestern wurde der Solarpark Blankenberg offiziell übergeben und damit dem Gelände einer alten, 1994 geschlossenen Mülldeponie, eine neue, wertvolle Funktion gegeben. Entstanden ist ein Solarkraftwerk auf 4 250 so genannten Drehfundamenten mit 11 000 Modulen. Von der 8 600 Quadratmeter großen Photovoltaikanlage (PV) soll eine Gesamt-Einspeise-Leistung von 1,06 Megawatt pro Jahr erreicht werden. Ein Ziel, das garantiert erfüllt und überboten werden kann, denn bereits seit dem 23. Dezember vergangenen Jahres wird auf der Anlage Strom produziert und ins Mittelspannungsnetz der Wemag geliefert. Mit einer echten Überraschung für die Investoren: In den ersten drei, nicht sehr sonnenreichen Monaten des Jahres, in denen die Anlage ursprünglich nur ca. 12 Prozent der Jahresstrommenge produzieren sollte, hat sie bereits ein Viertel geliefert, berichtete Projektmanager Randolph Nolte. "Vermutlich liegt es am nahen See. Durch das Wasser wird mehr Licht reflektiert", vermutet der Experte. "Es ist nicht der größte, aber der schönste Solarpark in Mecklenburg-Vorpommern", meinte mit Stolz bei der feierlichen Eröffnung der Chef von Solmotion, Michael Volz. Einen noch größeren mit einer Jahresleistung von 1,5 Megawatt wird sein Unternehmen in Glasewitz bei Güstrow errichten. Die entsprechenden Verträge wurden am gestrigen Tag unterzeichnet.

Die Photovoltaikanlage mit ihren 11 000 Modulen ist eine gemeinsame Investition der deutschen Firma Solmotion GmbH und NexPower aus Taiwan. Insgesamt wurden zum Bau der Anlage rund drei Millionen Euro investiert. Das Unternehmen Solmotion mit Hauptsitz in Beiersdorf-Freudenberg bei Berlin hat sich bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Areale, wie ehemalige Mülldeponien oder Gewerbeflächen, beispielsweise in ausgedienten Kasernen, spezialisiert. NexPower Technology Corp. liefert die Module aus Taiwan.

Der sonnenreiche Norden bietet sich für derartige Investitionen förmlich an. Laut der aktuellen Jahresbilanz des Deutschen Wetterdienstes strahlte im Vorjahr im Nordosten die Sonne 1835 Stunden. Damit war MV das sonnenreichste Bundesland. Und da die Anlage in Blankenberg dank der Seenähe so gut laufe, denke das Unternehmen schon über eine Erweiterung nach. Auf einer gemeindeeigenen Fläche gleich neben dem derzeitigen Solarpark könnten weitere 4000 Module errichtet werden.

Alle Module wurden auf Drehfundamenten montiert und gen Süden ausgerichtet. Jedes davon ist ein Meter mal 1,40 Meter groß. Mit der Montage wurden vor allem Firmen aus der Region betreut, u. a. die Firma Sandmann aus Sternberg, die für die Elektroverkabelung zuständig war. Oder die Wariner Firma ATS von Mario Schwarz.

Obwohl der Landkreis und nicht die Gemeinde das Land verpachtet hat, hat Blankenberg doch einige Vorteile von dem Solarpark. Sie erhält einen Teil der Gewerbesteuern, die das Unternehmen zahlen muss. Und Blankenberg bekommt den saubersten Strom, denn nach der Einspeisung in das Netz sucht sich dieser immer den kürzesten Weg. Auch auf Ausgleichspflanzungen hofft der Bürgermeister. Vorgesehen ist, diese Gehölze als Sichtschutz anzulegen. Das passiert im Herbst 2010. Projektmanager Randolph Nolte hat sich für das Gelände eine spezielle Sicherheitseinrichtung ausgedacht. Denn der Solarpark muss vor Langfingern und mutwilligen Zerstörern geschützt werden. 30 Bewegungsmelder wurden installiert, um vor Eindringlingen zu warnen.

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