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SPD wählt heute Landesvorstand neu : Top-Ergebnis für Sellering?

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Ministerpräsident Erwin Sellering will bei seiner Wiederwahl zum Landesvorsitzenden auf dem SPD-Parteitag in Göhren-Lebbin ein Traumergebnis einfahren. Alles andere wäre für ihn auch ein herber Rückschlag.

svz.de von
erstellt am 10.Mär.2011 | 10:07 Uhr

Göhren-Lebbin | Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) will heute Abend bei seiner Wiederwahl zum SPD-Landesvorsitzenden auf dem SPD-Parteitag in Göhren-Lebbin ein Traumergebnis einfahren. Alles andere wäre für ihn kurz vor der Landtagswahl auch ein herber Rückschlag. Morgen sollen die Delegierten den wirtschaftspolitischen Teil des Wahlprogramms verabschieden.

Die Jungsozialisten haben mit allzu "linken" Anträgen allerdings kaum eine Chance. Sie fordern ein Bekenntnis zu einem öffentlichen Beschäftigungssektor, zum Mindestlohn von 8,50 Euro auch bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen und den Hinweis, dass das Land sich nicht durch eine allzu strikte Finanzpolitik "kaputt sparen" dürfe. Die Antragskommission empfiehlt in allen Fällen: ablehnen oder an andere Gremien überweisen.

"Wir sind gut vorangekommen und wir werden weiter gut vorankommen", sei eine der Kernaussagen des wirtschaftspolitischen Teils des Regierungsprogramms, so Sellering im Gespräch mit unserer Zeitung. Die erneuerbaren Energien, die Landwirtschaft, die Ernährungsgüterindustrie und die "traditionelle Branchen" wie die Werften sollen gestärkt werden.

Sellering will auch die Call-Center nicht aus den Augen verlieren, in denen bereits über 16 000 Mecklenburger und Vorpommern arbeiten. Von der CDU, so Sellering, unterscheide sich die SPD vor allem in der Energiepolitik, zu der der Koalitionspartner bislang nur ein "verbales" Bekenntis abgelegt habe. Bei der Linkspartei wiederum befürchtet Sellering, sie wolle anders als die SPD "mit viel Geld große Programme für den zweiten Arbeitsmarkt" auflegen.

78 Prozent Ja-Stimmen bekam Sellering, als er 2007 zum ersten Mal zum Landesparteichef gewählt wurde. 2009 waren es knapp 75 Prozent. Die SPD-Genossen werden kaum die Beliebt heits-Welle brechen wollen, auf der ihr Vorsitzender derzeit bei Umfragen schwimmt, und ihn mit einem satten Polster ausstatten. Auch der Rest der fünfköpfigen Parteispitze wird voraussichtlich wiedergewählt. Ludwigslusts Landrat Rolf Christiansen, Ulrike Lehmann-Wandschneider, Bodo Wiegand-Hoffmeister und Iris Hoffmann haben bislang keine Gegenkandidaten. Um die weiteren elf Vorstandsposten bewerben sich 15 Kandidaten. Darunter erstmals auch Deutschlands jüngste Landrätin Birgit Hesse aus Nordwestmecklenburg.

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