Hansa Rostock : Toni Kroos und Peter Wibrån bangen mit Hansa

Der ehemalige Rostocker und jetzige Kicker des FC Bayern München Toni  Kroos  bangt mit dem FC Hansa. Foto: dpa
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Der ehemalige Rostocker und jetzige Kicker des FC Bayern München Toni Kroos bangt mit dem FC Hansa. Foto: dpa

Nicht nur in Rostock und MV zeigen sich Fußball-Fans solidarisch mit dem FC Hansa und drücken dem Verein für die heute anstehende Bürgerschaftsentscheidung die Daumen, sondern in der ganzen Welt:

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08. Mai 2012, 08:23 Uhr

Rostock | Nicht nur in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern zeigen sich Fußball-Fans solidarisch mit dem FC Hansa und drücken dem Verein für die heute anstehende Bürgerschaftsentscheidung die Daumen, sondern in ganz Deutschland, Europa - eigentlich überall auf dem Globus. Weltweit sorgt die Aktion "Wir sagen Ja zum FCH!" für Schlagzeilen. Aus Hongkonk (China) oder Chicago (USA) und selbst von der Elfenbeinküste erhielten die Nordostdeutschen zumindest moralische Unterstützung.

Auch die ehemaligen Kicker des Vereins zeigen sich solidarisch. "Dass ich den Weg auf die große Fußball-Bühne geschafft habe, habe ich zu einem großen Teil auch dem FC Hansa zu verdanken. Die vier Jahre in der Nachwuchsakademie waren eine schöne und lehrreiche Zeit für mich und einer der Grundsteine meiner Karriere. Viele schöne Erinnerungen sind aus der Zeit in Rostock geblieben. So denke ich noch heute gerne an das Jahr 2005 zurück, als ich mit der B-Jugend Deutscher Vize-Meister geworden bin und meinen ersten großen Mannschaftserfolg feiern konnte", erklärte Toni Kroos.

Der 22-Jährige wechselte 2006 von den Ostseestädtern zum FC Bayern München. Dort sowie während einer Ausleihe zu Bayer Leverkusen (2009 bis 2010) ent-wickelte sich Kroos zum Stammspieler bei Bayern München sowie in der deutschen Nationalmannschaft.

"Unabhängig von der sportlichen Verbundenheit zu Hansa liegt mir der Verein aber auch als Kind des Landes sehr am Herzen. Ich weiß, dass Hansa für seine Fans nicht nur irgendein Fußballverein, sondern eine Lebenseinstellung ist. Die große Unterstützung in diesen Tagen beweist es erneut und beeindruckt mich sehr. Ein Leben ohne den Fußball ist für mich genauso unvorstellbar wie Mecklenburg-Vorpommern ohne den FC Hansa. Deshalb hoffe ich, dass sich die Rostocker Bürgerschaft für den FCH entscheiden wird", erklärt Toni Kroos.

Auch Rostocks langjähriger Kapitän Peter Wibrån (137 Erstliga-Partien von 1998 bis 2003) appelliert an die Stadtverwaltung. "Fünf Jahre habe ich bei Hansa gespielt. Fußballerisch war es die schönste Zeit meiner Karriere. Fünf Jahre, in denen meine Frau, meine Kinder und ich uns in Rostock sehr wohl und heimisch gefühlt haben. Fünf Jahre, in denen wir mit unserer Mannschaft erfolgreich in der Bundesliga spielten und die Stadt stolz auf ihren Fußballverein sein konnte. Fünf Jahre, in denen wir erlebten, wie die Menschen in Rostock und in ganz Mecklenburg-Vorpommern mit dem FC Hansa bei Siegen gejubelt und bei Niederlagen gelitten haben. Dieser Verein ist für viele Menschen auch immer ein Stück Lebensinhalt", sagte der 43-Jährige. Der bodenständige Mittelfeldmann war ein absoluter Sympathieträger des Vereins und blieb ihm auch nach der aktiven Karriere als Scout erhalten.

"Es ist jetzt schon neun Jahre her, dass ich für Hansa spielte. Dennoch verfolge ich den Weg des Vereins sehr aufmerksam. Ich habe mich gefreut über die Erfolge und war traurig, wenn es sportliche Rückschläge gab. Auch in Schweden hat der Name Hansa Rostock einen guten Klang. Es wäre schade, wenn die Stadt den Club nicht mehr hätte. Deshalb hoffe ich, dass es für ihn eine Zukunft gibt", so der Skandinavier.

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