Güstrow : Tolle Angebote wenig genutzt

Annalena Wulf, Lucy Ott, Anne Ott, Jo-Ann Döring und Sarah Michelle Lommatsch (v.l.) bekommen einen leckeren Drink von Tobias Mielke gemixt.Sieglinde Seidel
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Annalena Wulf, Lucy Ott, Anne Ott, Jo-Ann Döring und Sarah Michelle Lommatsch (v.l.) bekommen einen leckeren Drink von Tobias Mielke gemixt.Sieglinde Seidel

Weihnachtliche Basteleien, Bewegungsmöglichkeiten aber auch Musik, Film und Tanz sollten am Sonnabend zum 1. Kinder-, Jugend- und Familientag in die Turnhalle der Schule am Hasenwald locken.

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29. November 2010, 07:17 Uhr

Gemeinsam hatten Mitglieder des Begleitausschusses des lokalen Aktionsplans "Vielfalt tut gut" die Idee, einen solchen Tag für Güstrow zu bieten. "Wir haben ein kleines Organisationsteam gebildet und verschiedene Vereine gefragt, was ihr Beitrag sein könnte", erzählt Dörte Schmidt, Amtsjugendpflegerin im Amt Güstrow-Land. Während der Nachmittag Kindern und Familie gewidmet war, waren die musikalischen Angebote am Abend eher für die Jugend gedacht.

Es hätten viele Kinder, Eltern und Jugendliche mehr sein können, die das bunte Programm hätten genießen und nutzen können. Diejenigen, die gekommen waren, filzten, malten, ließen sich schminken oder einen Drink zubereiten. Der Jugendklub Lüssow bot diesen Service und demonstrierte damit, dass Getränke auch ohne Alkohol schmecken können. Tobias Mielke aus Groß Schwiesow unterstützte hier und mixte den ganzen Nachmittag mit Eifer. "Man kann auch ohne Alkohol Spaß haben", sagte der 18-Jährige überzeugt.

Doch an diesem Nachmittag sollte es gar nicht unbedingt um Agitation gehen. Sondern vielmehr sollten Kinder und Jugend Spaß miteinander haben - Alt und Jung miteinander umgehen. "Es soll vielfältig und bunt sein. Ich möchte, dass die Leute sehen, was mit wenig Aufwand erreicht werden kann", so Anett Eggert vom Südstadtklub. Das Haus der Integration bot Bastelmöglichkeiten, andere stellten ihre Tanzgruppen vor.

Das Programm, das für Kinder und Jugendliche im Landkreis angeboten wird, ist vielfältig. Das wurde an diesem Tag deutlich. Außerdem hätten Eltern die Chance nutzen können, mit Verantwortlichen oder Sozialarbeitern ins Gespräch zu kommen. Nichtsdestotrotz ist es wohl wie bei vielen Veranstaltungen: "Es muss wachsen", denkt Dörte Schmidt.

Gewachsen ist bereits das abendliche Angebot für Jugendbands, die ab 19 Uhr in den Startlöchern standen. Zum dritten Mal fand diese Rocknacht statt. Mit dabei die Mädchenband "Planned Chaos" aus Bützow. Lisa Gamm, Miriam Manthey, Kathi Bahls, Lea Müller und Lena Thalis sind seit etwa eineinhalb Jahren ein Team. In den Liedern gehe es oft um den Herzschmerz, so die Mädchen. Doch legen sie Wert darauf, dass ihre selbst geschriebenen Lieder rockig sind. Gerade haben die fünf im Tonstudio zwei selbstgeschriebene Titel aufgenommen, um sich an einem School-Jam zu beteiligen.

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