Tödliche Kollision in der Luft

Polizisten untersuchen die Stelle des Absturzes in Saarmund, wo zwei Maschinen kollidierten - im Bild das Ultraleichtflugzeug. dapd
Polizisten untersuchen die Stelle des Absturzes in Saarmund, wo zwei Maschinen kollidierten - im Bild das Ultraleichtflugzeug. dapd

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22. Mai 2011, 07:04 Uhr

Saarmund | Das Segelflugzeug ist völlig zerstört. Das Ultraleichtflugzeug ist auch nur noch ein Trümmerhaufen. Auf dem Flugplatz Saarmund im Kreis Potsdam-Mittelmark sammeln Kriminaltechniker und Spezialisten Reste der beiden Flugzeuge ein. Sie vermessen den Unglücksort, fotografieren die Trümmerteile. Akribisch wird so nach der Ursache für das Unglück gesucht, das sich wenige Stunden zuvor ereignet hatte. Über dem Flugplatz Saarmund unweit von Potsdam waren am Sonnabend gegen 15.45 Uhr zwei Flugzeuge frontal zusammengestoßen. Beide Flugzeuge stürzten ab. Drei Männer kamen uns Leben. Sie hatten keine Chance und waren nach ersten Erkenntnissen sofort tot. Die Ursache der Katastrophe ist noch unklar. Auch die Identität der Opfer. Es handelt sich um die beiden Piloten und einen weiteren Insassen des Ultraleichtflugzeuges.

Am Unglücksort gibt Polizeihauptkommissar Jörg Schmidt Auskunft. Nach ersten Erkenntnissen war das Segelflugzeug gerade gestartet und befand sich im Steigflug, sagt Schmidt. Das Ultraleichtflugzeug kam von außerhalb. Laut gestrigen Polizeiangaben soll es von dem 40 Kilometer entfernten Flugplatz Schönhagen gekommen sein.

Die Wracks liegen nach dem Unfall etwa 250 Meter voneinander entfernt auf dem Flugplatz. Der Flugbetrieb ist eingestellt. Der Unglücksort ist weiträumig abgesperrt. Am Rand stehen einige Männer, die seit Jahren auf diesem Flugplatz starten und landen. Einer der Hobbypiloten sagt, es hätten am Sonnabend sehr gute Flugbedingungen geherrscht. Doch selbst bei besten Bedingungen gebe es, wie auf der Straße, immer wieder Unfälle in der Luft - aus Unachtsamkeit oder Leichtsinn.

Am Flugplatz Saarmund gibt es keinen Tower. Die Piloten fliegen auf Sicht, wie es heißt. Der Hobbypilot vermutet, dass der Ultraleichtflieger nicht dort flog, wo er hätte entlang fliegen müssen. Nach ersten Kenntnissen jedenfalls sei der Segelflieger noch in die Höhe gezogen worden. Er habe so nicht reagieren und ausweichen können. Die genaue Unglücksursache wird durch die Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermittelt.

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