Tino aus Auto gerettet

Tino Jubel aus Groß Grenz ist Mitglied der Jugendfeuerwehr und wurde aus diesem Auto 'gerettet'.
1 von 2
Tino Jubel aus Groß Grenz ist Mitglied der Jugendfeuerwehr und wurde aus diesem Auto "gerettet".

Ein Baumstamm hat die Motorhaube des blauen Kleinwagen eingedrückt. Regungslos liegt ein blonder Junge auf dem Fahrersitz. Und da nähern sich auch schon mit Sirenengeheul und Blaulicht Feuerwehrfahrzeuge.

von
14. September 2009, 01:57 Uhr

Groß Grenz | Kinder, Jugendliche und Erwachsene kommen näher und wollen sich das Schauspiel nicht entgehen lassen. Denn glücklicherweise ist das alles nur gespielt, ein Programmpunkt beim diesjährigen Dorffest der Gemeinde Bröbbe row in Groß Grenz.

Das wird traditionell von den Mitgliedern der Feuerwehr vorbereitet. Und da packen viele mit an. Klar, dass Tino Jubel die Rolle des "schwer verletzten und eingeklemmten Autofahrers spielt". Der 14-Jährige gehört zur Jugendfeuerwehr in Schwaan. Dreimal im Monat fahren die Eltern ihn zu den "Diensten" von Groß Grenz in die Stadt. Vor vier Jahren beim "Tag der offenen Tür" bei der Wehr in Schwaan habe Timo Feuer gefangen, erinnert sich Mutter Claudia Jubel. "Ihm macht das richtig Spaß." Wehrführer Maik Lange ist über das Engagement froh, denn Nachwuchs werde für die Feuerwehr immer gebraucht.

Doch beim Dorffest dreht sich nicht alles nur um das Löschen, Retten, Bergen und Helfen. Tino verkauft nach seinem Einsatz als "Verunglückter" bei seinem kleinen Flohmarkt in der Bushaltestelle u.a. Äpfel, Pflaumen, Matchboxautos. Im Rauch steht der stellvertretende Wehrführer Peter Fischer. Der von ihm geräucherte Fisch ist für die Festbesucher eine Gaumenfreude. "Und unsere Frauen sind für Kaffee, Kuchen und die Tombola verantwortlich", erzählt Fischer. Er und die anderen Organisatoren sind nicht nur froh über die Unterstützung von Gewerbetreibenden aus Schwaan, die kleine Preise zur Verfügung stellten, sondern auch für die Hilfe der Schwaaner Wehr.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen