zur Navigation springen

Hansa Rostock: Neuzugang lässt nicht locker : Timo Perthel bleibt dran

vom

In der Vorbereitung gehörte Neuzugang Timo Perthel (kam von Werder Bremen) zu den auffälligsten Kickern des Zweitliga-Aufsteigers FC Hansa Rostock, und das nicht nur wegen seiner zahlreichen Tattoos.

svz.de von
erstellt am 27.Jul.2011 | 10:07 Uhr

Rostock | In der Vorbereitung gehörte Neuzugang Timo Perthel (kam von Werder Bremen) zu den auffälligsten Kickern des Zweitliga-Aufsteigers FC Hansa Rostock, und das nicht nur wegen seiner zahlreichen Tattoos. Im abschließenden Test gegen den dänischen Traditionsclub Brøndby Kopenhagen steuerte er einen Treffer zum 2:1-Sieg bei und spielte sich endgültig in die Start-Elf der Ostseestädter. Doch konnte der 22-Jährige seine gute Frühform im rauen Liga-Alltag bislang nicht bestätigen. Beim 1:2 zum Auftakt gegen Paderborn wurde er in der 64. Minute ausgewechselt und verlor seinen Platz an Björn Ziegenbein, der anschließend auch in Dresden (1:1) von Beginn an auflief und per Freistoß zum 1:0 traf. "Im ersten Spiel waren wir alle nicht gut. Da lief kaum etwas zusammen. Und in Dresden saß ich dann auf der Bank. So ist das nun einmal im Fußball", sagte Perthel, der im Glückgas-Stadion zwar doch noch zu einem Kurzeinsatz kam, aber nicht vollends überzeugen konnte. Vielmehr noch: Vor dem Ausgleich für Dynamo leistete sich der gebürtige Pfälzer (Kaiserslautern) einen Ballverlust in der eigenen Hälfte, den Coach Peter Vollmann prompt bemängelte: "Das sind Fehler, die dürfen nicht passieren."

Doch der Linksfuß lässt sich von den ersten Rückschlägen nicht entmutigen, sondern gibt weiterhin Vollgas, will sich seinen Platz im Team zurückerkämpfen. "Ich wusste, dass es einen großen Konkurrenzkampf geben wird. Aber deshalb bin ich doch nach Rostock gekommen. Sicherlich hätte ich auch woanders hingehen können, wo ich dann immer automatisch gespielt hätte. Aber das wollte ich nicht. Ich möchte mich weiterentwickeln und denke, dass ich es bei Hansa kann", so der Mittelfeldmann, der aber auch hinten links in der Viererkette agieren kann.

Derzeit befindet er sich aber hauptsächlich in einem Duell mit Björn Ziegenbein, der zuletzt aufsteigende Form bewies und diese in Dresden mit einem Treffer untermauerte. Für Perthel aber kein Problem: "Ich achte nicht im Speziellen auf meine Kontrahenten, sondern konzentriere mich auf mich und versuche in jedem Training sowie in jeder Einheit immer das Bestmögliche herauszuholen."

Er gibt aber schon zu - hier und da - doch einmal die Kollegen zu beobachten: "Natürlich schaut man mal, was der andere besonders gut kann, und versucht davon zu lernen."

Letztlich schwärmt der Kicker aber trotz des großen Konkurrenzdrucks von der guten Stimmung im Team. "Solch dominante Typen wie Oliver Kahn (lange Jahre Stammkeeper des FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft - d. Red.) - und vor allem wie die dann auch mit jungen Spielern umgegangen sind, gibt es heute nicht mehr. Wir sind eine echte Truppe und verstehen uns gut", erklärte Timo Perthel.

Hansa intern

  • Schiene für „Ziege“: Aufgrund einer Knochenabsplitterung im Daumen muss Björn Ziegenbein derzeit pausieren. Er soll aber einen Speziallverband erhalten, mit dem er wohl heute (15 Uhr) wieder ins Mannschaftstraining einsteigen soll.

  • Gusche und Albrecht fehlten: Neben Ziegenbein fehlten gestern auch Abwehrmann Stephan Gusche (im Aufbautraining) und Lucas Albrecht (Pferdekuss). Dafür machte Keeper Jörg Hahnel (Kniereizung) das komplette Programm mit.
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen