Tierschützer schockiert

Matthias Kobi
Matthias Kobi

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17. September 2009, 11:08 Uhr

Güstrow | Der Schock bei Güstrower Tierfreunden sitzt tief. "Fürchterlich, seinen Hund einfach so zu entsorgen, wenn er nicht mehr funktioniert", sagt Matthias Kobi vom Tierschutzverein Güstrow. Dienstag warf ein Mann seinen kranken Berner Sennenhund über die alte Eisenbahnbrücke hinter der Güstrower Kongresshalle (SVZ berichtete kurz). Das Tier verendete im Flussbett der Nebel.

Eine Bekannte des Mannes, der seinen Hund auf diese grausame Weise getötet haben soll, informierte den Tierschutzverein über den Vorfall. Matthias Kobi alarmierte daraufhin sofort die Polizei. Die ermittelt jetzt gegen einen 26-jährigen Güstrower wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. "Wir hören gerade Zeugen und befragen den mutmaßlichen Täter", so Volker Werner von der Polizeidirektion Rostock gestern auf SVZ-Nachfrage. Der Hundehalter muss mindestens mit einer Geldstrafe rechnen.

Tierschützer Kobi läuft ein kalter Schauer über den Rücken, wenn er den Fall betrachtet. "Nach meinen Informationen war der Hund krank, konnte hinten nicht mehr richtig aufstehen. Deshalb kann man ihn noch lange nicht von einer Brücke schmeißen", sagt er. Stattdessen solle man ihn einfach einschläfern lassen. Aber Kobi wird oft mit solchen Fällen von Tierquälerei konfrontiert. "Erst vergangene Woche fischten wir zwei Katzenwelpen aus dem Güstrow-Bützow-Kanal, die jemand dort reingeworfen hatte", schildert er. Kobi hofft, dass der Hund sich nicht so lange gequält hat und sofort tot war.

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