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Tierheim Roggendorf : Tiere sind kein Weihnachtsgeschenk

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Wer noch ein Geschenk für Weihnachten in Form von Hund oder Katze aus dem Tierheim Roggendorf abholen möchte, hat schlechte Karten. Tierpflegerin Anne Lange macht deutlich, dass Tiere nicht zum Verschenken gedacht sind.

svz.de von
erstellt am 20.Dez.2012 | 06:27 Uhr

Wer noch schnell ein Geschenk für Weihnachten in Form von Hund oder Katze aus dem Tierheim Roggendorf abholen möchte, um damit einem lieben Menschen einen Wunsch zu erfüllen, hat eher schlechte Karten. "Ein Tier ist ein Lebewesen und nicht zum Verschenken gedacht. Es wäre unverantwortlich, so zu handeln", macht Tierpflegerin Anne Lange deutlich und ergänzt: "Wenn, dann sollen die Leute persönlich vorbeikommen. Denn es ist ganz wichtig, zu dem Tier eine Beziehung aufzubauen und sich aufeinander einzustellen. So findet jeder heraus, welches Tier gut zu ihm passt." Ob die Chemie stimmt, lasse sich zum Beispiel bei einem gemeinsamen Spaziergang mit einem Hund herausfinden.

Einer der etwa 30 Hunde im Tierheim, der das Spazierengehen liebt, ist Leo. "Leo, der Löwe", wie ihn Tierpflegerin Anne Lange nennt, ist ein Schäferhund und seit Dezember 2011 im Tierheim zu Hause. Der Fundhund wurde 2006 geboren, ist lieb und anhänglich und schnuppert gern die Wege ab. "Fast hätte Leo ein neues Zuhause bekommen. Alles war in Tüten und Papier. Doch erst als der Mann den Schäferhund mit nach Hause genommen hatte, stellte sich heraus, dass seine Mitbewohnerin eine Tierhaarallergie hat", erinnert sich Anne Lange. Der Mann hatte schon eine Leine gekauft und sich auf das Leben mit Leo gefreut. Doch er musste den Schäferhund wieder zurückgeben.

"Ältere Kinder dürfen gern zu Leos neuen Familie gehören. Ansonsten braucht er Menschen mit etwas Hundeerfahrung, die in der Lage sind, ihn konsequent zu führen", sagt Anne Lange, die seit September im Roggendorfer Tierheim arbeitet.

Kleine Hunde sind schneller zu vermitteln als große. Über eine erfolgreiche Vermittlung der tierischen Mitbewohner freuen sich die Pfleger. "Wenn die Leute Bilder mit einem kleinen Text schicken, ist das sehr schön. Und wenn wir bei unseren Nachkontrollen sehen, dass das Zusammenleben gut klappt, freuen wir uns umso mehr," erklärt Anne Lange.

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