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Lokales

23. November 2017 | 16:16 Uhr

Boizenburg : Teddys für Taha und Said

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Boizenburger Willkommen-Initiative kann die ersten 200 Teddys in der Flüchtlingseinrichtung Horst übergeben

svz.de von
erstellt am 27.Mai.2015 | 20:06 Uhr

Bei der am 12. Mai gestarteten Aktion der Willkommen-Gruppe aus Boizenburg (die SVZ berichtete) konnten schon rund 1000 Euro gesammelt werden. Von dem Geld wurden die ersten 200 Teddys gekauft und gestern von Ulli Quast, Sylvia Waschulewski, Monika Müller und Harro Lingnau von der Bürgerinitiative in der Flüchtlingseinrichtung in Horst an die dort lebenden Kinder übergeben.

723 Flüchtlinge leben derzeit in der Einrichtung, darunter ungefähr 200 Kinder bis 16 Jahren. Täglich kommen circa 40 bis 60 Flüchtlinge in Horst an. Die Menschen bleiben zwischen 14 Tagen und drei Monaten. Die meisten stammen aus Syrien, der Ukraine und dem westlichen Balkan.

Die Geschwister Alin und Said zum Beispiel sind mit ihrer Mutter Yosra aus Syrien geflohen. Sie waren erst in der Türkei und sind dann mit dem Boot nach Italien gefahren und von da aus nach Deutschland gekommen. Seit einem Monat leben sie in Horst. Said und selbst seine große Schwester Alin freuten sich sehr über die Teddys.

Auch bei den anderen Kindern war die Freude sichtbar groß. Nach kurzer Zeit spielten überall im großen Speisesaal Kinder auf, vor oder auch unter den Tischen mit den neuen Spielgefährten.

„Die Kinder haben hier zwar ein Spielzimmer, wo es auch Spielzeug gibt“, erzählte Andreas Konen, der Chef der Malteser-Werke, die die Einrichtung in Horst betreiben. „Aber das Spielzeug müssen die Kinder dort lassen, wenn sie in ihre eigenen Zimmer gehen.“ Konen begrüßte die Initiative der Boizenburger ausdrücklich. „Diese Aktion ist so großartig, so ein warmherziges Zeichen des Willkommens, das können die Menschen hier gut gebrauchen. Es ist so schön zu sehen, wie sich auch die Eltern entspannt haben, als sie die Freude der Kinder über die Teddys gesehen haben. Kinder machen sich auf der Flucht nicht so viele Gedanken, die Erwachsenen machen sich mehr Sorgen.“ Viele der Menschen, die hierher kämen, seien schwer traumatisiert. Das würden seine Mitarbeiter regelmäßig nachts erleben. Da sei es für die Kinder gut, wenn sie sich beim Weinen von einem Teddy trösten lassen könnten. Für die Erwachsenen würden seine Mitarbeiter dafür auch mal ihre Schulter zur Verfügung stellen.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Donnerstag.

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