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Solar-Großanlage Güstrow : Technische Probleme - noch nicht am Netz

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Technische Schwierigkeiten und Verzögerungen bei der bisher ersten Freiflächen-Solaranlage der Wemag in Güstrow. Die Anlage konnte Ende 2011 nicht wie geplant teilweise ans Netz gehen, da die Koppelstation fehlt.

svz.de von
erstellt am 03.Jan.2012 | 12:50 Uhr

Technische Schwierigkeiten und Verzögerungen bei der bisher ersten Freiflächen-Solaranlage der Wemag AG in Güstrow-Rövertannen. Die Anlage konnte Ende des Jahres nicht wie geplant teilweise ans Netz gehen, informierte der regionale Energieversorger gestern auf SVZ-Nachfrage. Zwar hätte ein Teil der Anlage mit einem Megawatt schon in Betrieb genommen werden können, eine Einspeisung ins öffentliche Stromnetz sei aber noch nicht möglich, da die notwendige Koppelstation zur Einspeisung des Stroms fehle, heißt es. Die Wemag wollte mindestens die Hälfte der Anlage unbedingt bis Ende 2011 fertigstellen, da ab dem 1. Januar geringere Einspeisevergütungen für Solarstrom gelten (SVZ berichtete).

Großteil der Solarmodule bereits montiert

Gearbeitet wurde gestern auf der Baustelle an der Glasewitzer Chaussee, auf dem sich früher das alte Heizhaus befand, nicht. Der Großteil der Solarmodule ist aber bereits montiert. Das regionale Energieversorgungsunternehmen errichtet hier seine bisher größte und erste Freiflächen-Photovoltaik-Anlage in Mecklenburg. Ziel der Wemag ist es, den Anteil der regenerativen Energien zu erhöhen. Der Rest der Großanlage soll im Frühjahr fertig werden. Geplant ist eine Leistung von 1700 Kilowatt. Die Investitionssumme in Güstrow beläuft sich auf rund drei Millionen Euro, so Rolf Bemmann, Abteilungsleiter regionale Dienste bei der Wemag.

Das Unternehmen baut und plant weitere Solaranlagen in Westmecklenburg. In den kommenden Jahren will die Wemag im Bereich der regenerativen Energien 30 Millionen Euro investieren. Dazu zählen neben der Sonnenenergie auch Windkraft- und Biogasanlagen.

Betrieben wird die Güstrower Solaranlage nach ihrer Fertigstellung von der Norddeutschen Energiegemeinschaft eG (NEG). Die NEG ist eine Genossenschaft, die Anfang 2011 auf Initiative der Wemag AG und von fünf Volksbanken und Raiffeisenbanken entstand. An der Gründung beteiligte auch die Volks- und Raiffeisenbank Güstrow. Die Mitglieder können sich mit Geschäftsanteilen an der NEG beteiligen und so von der umweltfreundlichen Energiegewinnung in der Region profitieren. Die Genossenschaft investiert in erneuerbare Energien wie Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Die Wemag übernimmt für die Anlagen die kaufmännische und technische Betriebsführung und steht somit der Genossenschaft als kompetenter Partner zur Seite.

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