Techniker an der Seite der Bauern

Jederzeit sind sie in diesen Tagen abrufbereit, die zwölf Service-Techniker der Firma B+S Landtechnik Grabow mit ihren fünf Fahrzeugen. Rund um die Uhr helfen sie den Landwirten, wenn jetzt während der Ernte Probleme bei den hochtechnisierten Landmaschinen gemeldet werden.

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16. Juli 2009, 11:39 Uhr

Grabow | Der nagelneue Mähdrescher geht in diesen Tagen noch an den Kunden. Werkstattleiter Andreas Herzig und der Landmaschinenmechaniker René Wojciak stellen ihn für die Getreideernte ein. "Alles muss funktionieren. Jetzt in der Ernte zeit kommt es auf jede Minute an", drängt Andreas Herzig und schaut automatisch auf die Uhr. "Die teuren Maschinen, die nicht selten bis zu 300 000 Euro kosten, dürfen jetzt auf keinen Fall ausfallen", ergänzt er.

Aber ganz verhindern lässt es sich dann doch nicht immer. Durch Steinschlag, feuchtes Stroh und andere Widrigkeiten können bei der Landtechnik auch Pannen auftreten. "Diese gilt es jetzt in der Erntezeit umgehend zu beheben", so Heinz Schmidt, Geschäftsführer der B+S Landtechnik. "So haben wir ein Servicetelefon eingerichtet, über das die Landwirte sich umgehend bei uns melden können. Vorwiegend helfen wir den Kunden, die auch die von uns vertriebene Landtechnik besitzen. Aber wir bieten unseren Service auch allen anderen Landwirten an. Zu jeder Zeit können unsere zwölf Service-Techniker ausrücken und das tun sie auch bis weit in den Alt-Kreis Hagenow hinein. Fünf Fahrzeuge stehen dafür zur Verfügung, jedes ausgerüstet mit einem Laptop."

Sind die Schäden schwerwiegender Natur und können nicht direkt auf dem Feld oder auf dem Hof des Landwirtes repariert werden, dann hat die Firma auch entsprechende Leihmaschinen, wie zum Beispiel zwei Mähdrescher. In solchen hartnäckigen und komplizierten Fällen wird dann die Technik in der im Februar eingeweihten und aufs modernste ausgestatteten Service-Halle auf Herz und Nieren geprüft."Diese Investition zahlt sich richtig aus", freut sich Heinz Schmidt. Dabei verweist er auf den Fünf-Tonnen-Kran, der unter der Decke schwebend schwere Teile für den Anbau eines Schleppers durch die Halle bewegt. Mit der Inbetriebnahme der Halle konnten zwei weitere Monteure eingestellt werden, so dass jetzt 35 Menschen gute und auch ausreichend Arbeit haben.

Natürlich ist jetzt zur Erntezeit besonders Hochbetrieb. Für die Männer um Heinz Schmidt gibt es in den nächsten Wochen keinen Urlaub. "Mit unserer präzisen Arbeit in diesen Tagen schaffen wir jetzt im Prinzip die Grundlagen für die nächste Ernte", ist sich der Geschäftsführer sicher. Denn es geht in diesen Tagen nicht nur um die nahtlose Funktionstüchtigkeit der Mähdrescher. Für die umgehenden Folgearbeiten, wie das Pflügen der abgeernteten Felder und die neue Aussaat, müssen z. B. die Bodenbearbeitungsmaschinen, die Drillmaschinen und die Traktoren auf die Minute einsatzbereit sein. "Es ist unser ureigenstes Interesse, den Landwirten so gut wie möglich zu helfen", unterstreicht Heinz Schmidt. "Denn von guten Erträgen der Bauern hängt das Wohl und Wehe unseres Landes ab. Wir brauchen eine gut funktionierende Landwirtschaft, sonst verödet unsere Region. Geht es den Bauern schlecht, dann geht es auch uns schlecht. Darum unterstützen wir sie in diesen Wochen mit ganzer Kraft", versichert der Geschäftsführer.

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