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Lokales

20. November 2017 | 22:09 Uhr

Tarifeinigung im Gastgewerbe

vom

svz.de von
erstellt am 19.Okt.2010 | 04:34 Uhr

Arbeitgeber und Gewerkschaft im Gastgewerbe Mecklenburg-Vorpommerns haben sich am Dienstag in Rostock auf einen Tarifkompromiss verständigt. „Wir haben ein Ergebnis“, sagte der Landesgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Uwe Barsewitz. Zum Inhalt des Kompromisses wollte er nichts sagen.

„Ja, wir haben uns geeinigt“, bestätigte der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Gunther Kenk. Auch er wollte keine Einzelheiten mitteilen. Zunächst müssten noch die Gremien des Dehoga und der NGG zustimmen. Der Vertrag soll am 28. Oktober unterzeichnet werden. In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten laut Kenk 19 000 Menschen im Gastgewerbe.


Die Arbeitgeber hatten zuletzt eine Lohnerhöhung von fünf Prozent über alle Tarifgruppen und die Streichung der untersten Lohngruppe angeboten. Für Auszubildende im ersten Lehrjahr sollte die Vergütung um 100 Euro auf 420 Euro aufgestockt werden. Dagegen hatte die Gewerkschaft nichts einzuwenden, forderte aber für die untere Tarifgruppe einen Lohn von 1300 Euro. Das Angebot des Dehoga hätte nach NGG-Darstellung bedeutet, dass die Beschäftigten dieser Gruppe noch immer 150 Euro pro Monat weniger als ihre Kollegen in Sachsen- Anhalt verdient hätten.

Nach der dritten Gesprächsrunde im August hatte die Gewerkschaft die seit Januar geführten Verhandlungen für gescheitert erklärt.

Wirtschafts- und Tourismusminister Jürgen Seidel (CDU) hatte daraufhin die Tarifparteien daran erinnert, dass sie unter großem Druck stünden. Im Frühjahr hatte sich Seidel dafür ausgesprochen, eine verbindliche Lohnuntergrenze in der Tourismusbranche einzuführen. Die Löhne in Hotellerie und Gastronomie im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern gelten als vergleichsweise niedrig.

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