zur Navigation springen
Lokales

22. November 2017 | 13:44 Uhr

"Tante Bertha hätte sich sehr gefreut"

vom

svz.de von
erstellt am 02.Jun.2010 | 08:28 Uhr

Schwerin | Die Kameras der Fotografen klicken im Sekundentakt, Mikrofone strecken sich einer Frau in historischer Tracht entgegen: Lächelnd schmiegt sich Grete Lüthke an die lebensgroße Skulptur von Bertha Klingberg. "Das ist wie früher", sagt die 81-Jährige sichtlich gerührt. Bertha Klingberg, die Ehrenbürgerin Schwerins, deren Denkmal gestern am südlichen Burgseeufer enthüllt wurde, war eine gute Freundin von ihr. 25 Jahre lang hat Grete Lüthke gemeinsam mit der Ehrenbürgerin auf dem Schlachtermarkt Blumen verkauft.

Bewegt waren bei der feierlichen Übergabe der Plastik rund 200 Schaulustige. Unter ihnen auch Carl Vogt, Neffe von Bertha Klingberg aus Rostock. "Tante Bertha hätte sich gefreut, wenn sie heute dabei gewesen wäre", sagte Voigt. Versonnen lächelnd, auf "ihr" Schloss schauend - so als Skulptur abgebildet zu sein, das hätte der Schweriner Ehrenbürgerin gefallen.

Strahlende Gesichter auch bei den Initiatoren des Denkmals. Ulrich Kempf, Vorsitzender des zur Bundesgartenschau 2009 gegründeten Fördervereins, dankte den Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen und der Schweriner Volkszeitung, die sich für das Projekt engagiert hatten. "Am wichtigsten war natürlich die Unterstützung durch die Schweriner selbst, die als Privatpersonen oder Firmen für das Denkmal gespendet haben", so Kempf. Ein Großteil des Geldes kam durch den Verkauf der 8000 Rosenstöcke aus dem Buga-Rosengarten auf dem Marstall zusammen. Begeistert vom Werk des Bildhauers Bernd Streiter zeigte sich auch Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow: "Bertha Klingberg liebte die Blumen und Schwerin. Der vormalige Eingangsplatz der Bundesgartenschau ist das Tor zum Schlossgarten und der Schwimmenden Wiese. Es gibt keinen passenderen Platz, um an unsere Ehrenbürgerin zu erinnern." Anfang der 1990er-Jahre hatte Bertha Klingberg rund 17 000 Unterschriften dafür gesammelt, dass Schwerin die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern wird. Bertha Klingberg starb 2005 im Alter von 107 Jahren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen