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Gemeinde Grebs-Niendorf in der Pflicht als alleiniger Bauherr : Täglich steigende Kosten für Gehsteig

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Nun soll es der 20. Mai werden. Dann ist die Baumaßnahme "Gehweg Lindenstraße" in Grebs auch im Sinne der Anlieger abgeschlossen, hofft der Bürgermeister der Gemeinde Grebs-Niendorf, Detlef Schranck.

svz.de von
erstellt am 18.Apr.2011 | 05:34 Uhr

Grebs | Nun soll es der 20. Mai werden. Dann ist die Baumaßnahme "Gehweg Lindenstraße" in Grebs auch im Sinne der Anlieger abgeschlossen, hofft der Bürgermeister der Gemeinde Grebs-Niendorf, Detlef Schranck, auf ein gütliches Ende vieler Ungereimtheiten und Verzögerungen im Verlauf der Bauarbeiten. Eigentlich sollten Stromleitungen für Hausanschlüsse und für einen landwirtschaftlichen Betrieb sowie ein Leerrohr für Telekommunitaktion bereits zum Wintereinbruch 2010 unter dem Gehweg verlegt worden sein (SVZ berichtete).

Die Arbeiten gehen dieser Tage flott voran. Allerdings fehlt das Leerrohr, was zu Problemen führen wird, wenn in und aus den Häusern neueste Datenübertragung pendeln soll. Wie auf der jüngsten Gemeindevertreterversammlung zu erfahren war, darf zwölf Jahre lang nicht am neuen, mit Fördermitteln gebauten Gehweg gerüttelt werden.

Die Einwohner, die am Wochenende zur Bürgerversammlung gekommen waren, erfuhren, dass die als Kreisstraße ausgewiesene Lindenstraße statt eines erhofften Hochbords nun als Abgrenzung mit Leitpfosten bestückt wird. Nach dem der Landkreis sich aus nachvollziehbaren Gründen, so Schranck, finanziell von der Straßenentwässerung der oben wie darunter maroden Straße zurückgezogen habe, werde es bei einer Muldenentwässerung bleiben müssen.

"Der Gemeindevertretung als alleiniger Bauherr sind die Hände gebunden. Ein Zurück ist nicht möglich, könnte zudem bedeuten, dass weitere Mehrkosten auflaufen. Mittlerweile könnten es um die 30 000 Euro sein", schätzt Schranck. Dieses Mehr sei nie zu erwarten gewesen, müssten nun Gemeinde und Anlieger tragen. Wichtig wäre ein schneller Bauabschluss, da die Absperrmaßnahmen die Kosten täglich weiter in die Höhe treiben würden.

Die Historie: Nach Beschwerden der Einwohner über den Zustand der Bankette und der nicht funktionsfähigen Straßenentwässerung in der Lindenstraße wurde der Landkreis von der Gemeinde im Sommer 2007 gebeten, Abhilfe zu schaffen. Im Einvernehmen wurde ein Architektenbüro beauftragt, um auch die Kosten zu ermitteln. Die Kreisverwaltung erklärte zu Planungsbeginn, dass sie die Straßenentwässerung zeitnah anstrebe. Im Sommer 2010 bekam die Gemeinde Grebs-Niendorf dann ihre Förderzusage für den Gehweg und die Straßenbeleuchtung. Fast zeitgleich informierte der Kreis, dass er seine Baumaßnahme dort aus finanziellen Zwängen kurzfristig nicht realisieren könne. Sinnvollerweise wurde das Kabelnetz des Energieversorgers samt Leerrohr unter den Gehweg mit eingeplant. Im September 2010 erfolgte der erste Spatenstich, dann kam der Winter und vieles kam danach anders, als geplant. Da die Gemeinde, trotz Absagen durch den Landkreis, immer noch den Einbau eines Hochbordes forderte, kam es jüngst zum Ortstermin mit Landrat Rolf Christiansen. Dabei verwies die Gemeinde erneut auf den maroden Straßenzustand. Der Landrat erteilte einer Straßensanierung oder mehr allerdings eine Absage.

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