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Lokales

24. September 2017 | 10:45 Uhr

Täglich rollen 1000 Lkw durch die Stadt

vom

svz.de von
erstellt am 23.Jun.2010 | 06:57 Uhr

Perleberg | Schwarz auf weiß liegen die Zahlen nun vor: Durchschnittlich 4000 Fahrzeuge, davon zirka 1000 Schwerlaster, nehmen täglich den Weg durch die Stadt, genauer gesagt über die einstige B 5. Denn der Bereich zwischen Hamburger-, Putlitzer- und Matthias-Hasse-Straße wurde einst von einer Bundes- zu einer Gemeindestraße abgestuft und somit der Stadt umgangssprachlich übergeholfen. Für die Brummi-Fahrer ist und bleibt es die kürzeste Verbindung. Und so ächzt der Asphalt unter der Last der Laster, die mittlerweile schon in Kolonne hier fahren, wie Anlieger immer wieder berichten.

Die Verwaltung wollte nun exakt wissen, was sich hier so auf ihrer Straße bewegt und ob es wirklich immer mehr Lkw sind, die diesen Weg durch die Innenstadt nehmen. Mit Vergleichszahlen konnte das Landesamt für Straßenwesen allerdings nicht dienen, wie von Robert Kazmierczak, zuständig für Verkehrsangelegenheiten bei der Stadt, zu erfahren war. Jene seien allerdings auch nicht relevant für eine Lärmschutzprüfung. Einzig der Vergleich wäre vielleicht interessant gewesen.

Eine Woche lang wurde alles registriert, was auf der Straße zwischen Hamburger-, Putlitzer- und Matthias-Hasse-Straße entlang rollte. "Gezählt wurden die Fahrzeuge, sprich Lkw, Pkw, Zugmaschinen, alles wurde erfasst. Ebenso ihre Geschwindigkeit. Und das beidseitig", erläutert Robert Kazmierczak. Hinsichtlich der Geschwindigkeit bewegte sich alles im Rahmen, sprich die vorgebenen 50 km/h werden größtenteils auch eingehalten. Ein Ergebnis womöglich auch der regelmäßig hier stattfindenden Radarkontrollen der Polizei, mutmaßt der Verkehrsfachmann. Wie die Frequentierung nun allerdings ins Gewicht fällt, das soll eine Lärmschutzberechnung ergeben. Wie bereits für die Pritzwalker Straße praktiziert, will die Stadt nun ein solches beim Landesumweltamt in Auftrag geben. Und mit welchen Ergebnissen kann man rechnen? Zum einen kann die Berechnung ergeben, dass seitens der Behörde Lärmschutzmaßnahmen angeraten werden. Eine Geschwindigkeitsreduzierung liegt da nahe, so Kazmierczak. 30 km/h würde diesen Bereich für Laster dann unter Umständen uninteressant machen. Diesen Straßenbereich komplett für den Lkw-Verkehr zu sperren, hält er für unwahrscheinlich, denn "es gibt Ortslagen wie Kuhbier, die weitaus mehr betroffen sind". "Auch da wird es nicht gemacht." Zum anderen kann die Aussage aber auch darauf hinauslaufen, dass sich hier alles noch im so genannten grünen Bereich befinde, das Aufkommen nicht so beeinträchtige, wie angenommen. Grundlage für die Berechnung sind neben den Durchgangszahlen auch wie weit beispielsweise die Bebauung von der Straße entfernt ist und nicht zuletzt auch die Straßenbeschaffenheit, listet Kazmierczak auf. Von der Baulast her, sei die Straße für Schwerlastverkehr ausgelegt, doch beträchtliche Tragfähigkeitsschäden sind bereits unverkennbar.

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