zur Navigation springen
Lokales

24. November 2017 | 08:26 Uhr

Süßes - aber ohne Saures

vom

svz.de von
erstellt am 29.Okt.2010 | 08:45 Uhr

Boizenburg | Der Oktober neigt sich dem Ende entgegen und damit rückt das Halloween-Fest näher. Gerade für die Kinder ein Grund zur Freude, da sie auch an diesem Sonntag wieder als schaurige Gestalten verkleidet durch die Straßen ziehen, an Haustüren klingeln und ihre Tüten mit Süßigkeiten füllen können. Die Polizei aber warnt Kinder und Jugendliche davor, Hausbesitzern, von denen sie nichts Süßes bekommen, Saures zu geben. "Nicht alles, was Spaß macht, ist auch erlaubt", so die Polizeiinspektion Lüneburg.

Seit den 1990-er Jahren hat der Halloween-Brauch auch hier zu Lande Einzug gehalten. Über die genaue Herkunft des Festes sind sich Wissenschaftler uneinig, wobei keltische Bräuche als Ursprung in der neueren Forschung abgelehnt werden. Vielmehr ergibt sich der Zusammenhang von Halloween zum Totenreich aus dem Bezug zu den darauf folgenden katholischen Feiertagen.

Schon der Name leitet sich von "All Hallows Eve" ab, was so viel wie Allerheiligen Abend bedeutet. Mit den irischen Emigranten kam dieses Fest um 1830 in die USA und fand dort begeisterte Anhänger.

Auch die Gewohnheit, zu Halloween Kürbisse auszuhöhlen und aufzustellen, kommt von der Grünen Insel. Der Legende nach lebte dort der Gauner Jack Oldfield, dem es eines Tages gelang, den Teufel zu überlisten. Da Jack ein Bösewicht war, kam er nach seinem Tod nicht in den Himmel, aber auch die Hölle blieb ihm aufgrund seines Zankes mit dem Teufel verwehrt.

Der diabolische Dämon aus der Unterwelt zeigte jedoch ganz gegen seine Natur Mitleid und überließ Jack eine Rübe mit einer glühenden Kohle, die ihm fortan Licht im ewigen Dunkel spenden sollte. Da in den USA reichlich Kürbisse vorhanden waren, ersetzten sie am Ende die Rübe aus der Legende. Aus diesem Grund werden die grinsenden Kürbisfratzen „Jack O’Lanterns“ genannt. Vor einem kommerziellen Hintergrund gelangte das Halloween-Fest dann von Nordamerika nach Europa, allerdings in einer etwas fröhlicheren Form. Zum bekanntesten Brauch entwickelte sich das Klingeln an Haustüren. Mit dem Spruch "trick or treat", zu Deutsch "Süßes oder Saures", fordern die Kinder die Erwachsenen auf, ihnen ein paar Leckereien zu geben, weil sie ihnen sonst Streiche spielen.

An dieser Stelle appelliert die Polizei nicht nur an die Kinder, sondern auch an deren Eltern, ihre Sprösslinge über die Konsequenzen von üblen Scherzen aufzuklären.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen