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Neuburger Fotografin Andrea Schawe : Süßen Sonnenschein vor der Linse

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Die ständigen Begleiter von Andrea Schawesind sind ein großer schwarzer Koffer, eine Fototasche und was man sonst so an Equipment braucht, wenn man direkt zum Fotoshooting auf die Babystation geht.

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erstellt am 14.Jan.2011 | 08:54 Uhr

Parchim | Wenn Andrea Schawe in die Asklepios Klinik geht - und das tut sie immerhin zweimal die Woche - dann kommt sie nicht mit Blumen. Ihre ständigen Begleiter sind ein großer schwarzer Koffer und eine Fototasche. Darin sicher verstaut liegen eine Nikon D300, Blitzgerät, Filter, Liegekissen, Decke, drollige Plüschtierchen und was man sonst so an Equipment braucht, wenn man direkt zum Fotoshooting auf die Babystation geht.

Mal abgesehen von den unzähligen Fotos, die junge Muttis, stolze Väter, verzückte Omas, liebe Opas und beherzte Tanten von den drolligen Neuankömmlingen in den ersten Tagen nach der Geburt machen, ist Andrea Schawe die einzige, die die Kleinen auf Zelluloid bannen darf. Natürlich mit Genehmigung der Geschäftsleitung und dem Einverständnis der Eltern . "Etwa seit vergangenem Sommer biete ich den jungen Muttis hier in der Klinik meine Dienste an ich. Ich fotografiere die Kleinen zum einen für die Klinik eigene Babygalerie. Wer möchte kann genau diese Fotos aber auch erwerben oder ganz individuelle Serien in fertigen Fotomappen von seinem Sprössling bekommen", sagt Andrea Schawe. "Quasi eine Reportage in Bildern an einem ihrer ersten Lebenstage." Neu ist, dass die Babys auch in der Parchimer Zeitung erscheinen. In aller Regel samstags.

Etliche Jahre hat die Grafik Designerin aus Neuburg in einer Werbeagentur in Wittenburg gearbeitet. Bis sie sich vor etwa anderthalb Jahren selbstständig machte. Von da an war sie nicht mehr nur Designerin, sondern nutzte ihre Kreativität, um Grafik und Fotografie miteinander zu verbinden - zwei Bereiche der Kunst, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch so vieles gemeinsam haben. "Für mich ist es die perfekte Kombination", sagte Andrea Schawe und kann sich ein Leben ohne Gestaltung und Fotografie nicht mehr vorstellen. "Als gelernte Grafik Designerin ist es für mich wunderbar, mit eigener Ausdrucksweise einzigartige Momente festzuhalten und auf dem Papier individuelle Sichtweisen zu schaffen", sagt sie.

Bei ihren kleinen, noch völlig unbedarften Models ist das zuweilen schwierig. Die rekeln sich, wenn sie wollen, wenn sie gähnen, tun sie das ausgesprochen herzhaft und die ganz "Hartgesottenen" trainieren gern ihre ungeübten Stimmen und brüllen. "Aber so sind Babys eben", sagt Andrea Schawe, die selbst zwei Mädchen groß gezogen hat und in Geduld geübt ist. "Für mich ist das gar kein Problem, ich nehme mir ganz einfach die Zeit, bis sie ruhig liegen, bis sie wieder lächeln oder - was meist der Fall ist - eingeschlummert sind." Ganz egal, mit welcher Lieblingsbeschäftigung die Kleinen das Shooting spannend machen, immer wieder sei sie fasziniert. "Meine beiden sind schon groß. Schon allein deshalb macht es mir so viel Spaß, mit Babys zu arbeiten, sie im Arm zu halten und für die Fotos zu arrangieren." Und auch wenn es nur ein kurzer Moment ist, so reiche er doch, um eine Verbindung entstehen zu lassen, zu dem Baby, aber auch zu den Eltern, die Andrea Schawe ganz oft bei ihrer Arbeit zuschauen.

Das Fotoshooting in der Klinik ist nur ein kleiner Teil aus der Berufswelt der 41-jährigen Fotografin. Vorwiegend macht sie Hochzeitsbilder und bietet dabei einen Service an, der momentan sehr nachgefragt wird. "Ich begleite das Hochzeitspaar den ganzen Tag, vom Fertigmachen bis zum Abend, wenn sich die letzte Tür schließt. Die Frau und den Mann", erklärt Andrea Schawe. So unsichtbar wie der Fotograf des Papstes muss sie nicht sein. Doch erfordert ihr Job, ganz egal wie individuell das Ergebnis auch sein soll, ganz viel Fingerspitzengefühl und Diskretion.

Neu ist der Weg, den sie bei der Portrait fotografie geht. Familien, Kinder, manchmal auch Künstler hat sie dann vor der Linse. "In den seltensten Fällen mache ich Studiofotos. Ich gehe hin zu meinen Kunden oder verabrede mich in der Natur, vorzugsweise sogar bei mir zu Hause in Neuburg, wo wir eine herrliche Wiese an der Elde haben."


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