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Lokales

13. Dezember 2017 | 21:45 Uhr

Sülter Kartoffeln werden poliert

vom

svz.de von
erstellt am 15.Apr.2011 | 07:55 Uhr

Sülte | Viel Licht und mehr Platz: Die Geschäftspartner der Kartoffelmarkt Sülte GmbH hatten gestern Nachmittag keine Mühe, um zu erkennen, wofür das Unternehmen im zurückliegenden halben Jahr rund 1,3 Millionen Euro ausgegeben hat. Geschäftsführer Steffen Schwedt erläuterte aber auch, dass diese Erweiterung der Halle um 1100 Quadratmeter noch mehr umfasst. Jetzt stehen hier vier Kartoffel-Anpackmaschinen, davon zwei neue. Bislang schafften es die mehr als 20 fest angestellten Mitarbeiter plus Saisonkräfte in einem Jahr 15 000 Tonnen Kartoffeln zu sortieren und für den Einzelhandel zu verpacken. Jetzt können es zwischen 18 000 und 20 000 Tonnen sein. Vor allem bei den kleinen Netzen (bis 2,5 Kilogramm) konnte die Kapazität gesteigert werden, berichtet Schwedt. Und das ist nicht alles: In Sülte werden die Kartoffeln nun nicht mehr nur gewachsen, sondern sogar poliert. "Wir sehen uns in erster Linie als Dienstleister zwischen den Landwirten und Händler", erläutert der Geschäftsführer. Denn 90 Prozent der Knollen, die in Sülte über die Transportbänder laufen, stammen nicht von Äckern der Region. Immerhin 10 Prozent kommen von den Feldern der Agrarproduktgesellschaft Lübesse (Agp), die Kartoffelmarkt GmbH ist eine hundertprozentige Tochter dieses Landwirtschaftsbetriebes. Die Agp hat gerade ihre Saatkartoffeln in den Boden gebracht - auf einer Fläche von 150 Hektar.

Doch das Geld floss nicht allein in die Produktion. Auch die Aufenthalts- und Sanitärräume für die Mitarbeiter entstanden neu. Der Verkaufsraum in der Kartoffelhalle zeigt sich nun in einem modernen Gewand. Leisten konnten sich die Unternehmen diese Großinvestition nur, weil ein Viertel der Kosten aus dem Euro päischen Landwirtschaftsfonds (Projekt Marktstrukturverbesserung) beglichen wurde, bedankte sich Gerd Göldnitz, Agp-Hauptgeschäftsführer.

Bis die ersten frischen Kartoffeln aus deutschen Landen in Sülte sortiert und verpackt werden, dauert es übrigens gar nicht mehr lange: Landwirte aus dem Breisgau beginnen schon vor Pfingsten mit der Ernte. "Wir selbst beginnen aber Ende Juli mit der Kartoffelernte - frühestens", betont Steffen Schwedt.

Spargel von Lübesser Feldern wird ab Montag verkauft

Loslegen können die Sülter hingegen mit der Spargelernte. Der Sonnenschein der zurückliegenden Wochen hat für einen Wachstumsschub beim Königsgemüse gesorgt, so dass dieses einer Woche früher als sonst üblich gestochen werden kann. Am Montag beginnt der Verkauf im Sülter Markt. Am Donnerstag wird der Stand an der Lübesser Tankstelle erstmals Spargel anbieten. Der Verkauf am Leezener Netto-Markt beginnt nach Ostern, berichtet Steffen Schwedt. Insgesamt wachsen auf elf Hektar der Agp Spargel. Schwedt ist hier zugleich Feldbauchef: "Wir brauchen viel Sonnenschein, um eine gute Spargelernte zu erzielen." Für das notwendige Wasser sorgen die Landwirte selbst. Denn Spargel wächst nur auf künstlich beregneten Flächen. Die Spargelsaison endet am 17. Juni.

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