Sturmtief bescherte gestern einen frühen Feierabend

<fettakgl>Die letzten Schulbusse</fettakgl> fuhren gestern in Sternberg um 14 Uhr. <foto>Michael Beitien</foto>
Die letzten Schulbusse fuhren gestern in Sternberg um 14 Uhr. Michael Beitien

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02. Februar 2010, 08:11 Uhr

Sternberg | Das Sturmtief bescherte gestern den Schülern und auch einigen Berufstätigen im Sternberger Seenland einen frühen Feierabend.

"Um 14 Uhr fahren die letzten Schulbusse", erklärte Petra Langpap, Leiterin der KGS Sternberg. Die Schule erhielt die Mitteilung vom Verkehrsbetrieb Bus & Reisen, dass um 15.30 Uhr auf Grund der Witterungsbedingungen keine Busse mehr fahren. So war nach der sechsten Stunde Unterrichtsschluss. Einige Schüler haben für Zuhause noch Aufgaben mitbekommen, so Langpap, damit sie den Nachmittag nicht nur mit Schneeschippen verbringen.

Anders als im Landkreis Parchim gab es im Nachbarkreis Nordwestmecklenburg sogar ein offizielles Statement zum vorzeitigen Schulschluss. "Da der Landkreis nicht genau vorhersagen kann, wie sich die Straßenverhältnisse am Nachmittag entwickeln, hat er den Schulen empfohlen, den Unterrichtstag vorzeitig - spätestens nach der sechsten Stunde- zu beenden, damit die Schüler vorfristig die Heimreise antreten können", so Pressesprecherin Petra Rappen. Der Schülertransport sei darauf eingestellt.

Bereits vorher hatten sich in Neukloster die Leiter von Gymnasium und Realschule geeinigt, die Kinder nach der sechsten Stunde nach Hause zu schicken. Grund seien die Informationen von Eltern über die Situation in den kleinen Dörfern, erklärte Realschulleiter Dietmar Dombrowsky. Einige Kinder vom Gymnasium kommen von der Insel Poel und die Realschule hat ihren Einzugsbereich bis nach Labenz. Dort war am Montagmorgen ein Schulbus nicht durchgekommen, so dass die Kinder zu Hause bleiben mussten.

Schneeverwehungen stoppten in der vergangenen Woche beispielsweise auch Kinder aus Woserin auf dem Schulweg nach Sternberg. Viele Schüler werden von den Eltern mit dem Auto gebracht und abgeholt, so Petra Langpap. Grundsätzlich entscheiden bei extremen Witterungsbedingungen die Erziehungsberechtigten, ob der Schulweg zumutbar ist, sagt die KGS-Leiterin. Für die Schule sei es wichtig, dass sie auch - wie bei Krankheitsfällen - informiert ist, wenn die Kinder nicht kommen können. Langpap empfahl den Kindern gestern bei der Verabschiedung, die aktuellsten Hinweise im regionalen Rundfunk und Fernsehen zu verfolgen.

Vor dem Schneetreiben schloss gestern auch Museumsmitarbeiterin Brigitte Neumann die Türen zur Altslawischen Tempelburg in Groß Raden ab. "Man kommt gerade noch so den Berg hoch", schilderte sie vor ihrer Heimfahrt den Weg Richtung Dorf. An den letzten Tagen war ohnehin kein einziger Besucher gekommen, sagt sie.

Vor der Malzfabrik, dem Sitz der Kreisverwaltung in Grevesmühlen, waren die Parkplätze am Nachmittag weitgehend leer. Landrätin Birgit Hesse hatte bereits am Vortag ihre Mitarbeiter ermuntert, beim Schneechaos frühzeitig Feierabend zu machen. Das nutzten auch viele Beschäftigte aus dem Raum Sternberg-Warin.

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