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Lokales

18. November 2017 | 13:19 Uhr

Sturm und Regen zum Auftakt

vom

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erstellt am 03.Jul.2011 | 06:55 Uhr

Warnemünde | "Wir trotzen Wind und Regen, der Warnemünder Woche wegen", so hat am Sonnabend der Leitspruch der Veranstalter der 74. Warnemünder Woche gelautet. Zur Eröffnung des maritimen Ereignisses nahmen zahlreiche Vereine sowie Unternehmen aus dem Seebad am Niegen Ümgang durch die Altstadt teil. Während alle sportlichen Veranstaltungen wegen strömendem Dauerregen und Wind bis Stärke acht abgesagt werden mussten, schlugen sich die Umgangsteilnehmer wacker und verströmten jede Menge gute Laune. Die Zuschauer, die am Rand der 2,5 Kilometer langen Strecke ausharrten, wollten sich das Spektakel keineswegs entgehen lassen. "Es gibt keinen schöneren Ort als Warnemünde. Der Umgang ist eine sehr schöne Veranstaltung. Ich bin froh, dass er nicht abgesagt wurde", sagte Henry Schäfer aus Magdeburg. Unter den Teilnehmern des Umgangs war auch ein Wagen der NNN mit einer Kutsche vom Reiterhof Blohm. Autorin Monika Kadner sowie Karin Richter und Ingrid Stäcker von der Warnemünder Trachtengruppe versorgten die wartenden Passanten mit kleinen Überraschungen. "Die Trachtengruppe hat schon in den Anfangsjahren den Umgang immer mitgestaltet. Im Vergleich zu damals beteiligen sich heute viel mehr Leute an der Veranstaltung", erzählte Stäcker. "Leider haben wir heute ein extrem schlechtes Wetter abgefasst. Soweit ich mich erinnern kann, gab es das noch nie in der Geschichte der Umgangstradition." Auch Walter Vogt vom Leuchtturm-Förderverein fuhr bei den NNN mit. "Das ist eine gemütliche Art des Vorankommens. Auch ohne Mitfahrgelegenheit hätte ich mir das Umgangsspektakel nicht entgehen lassen", sagte er.

Die offizielle Eröffnung im Anschluss des Umganges, bei der auch Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens (CDU) anwesend waren, dauerte nur wenige Minuten. Das geplante Show- und Musikprogramm konnte nicht aufgeführt werden. Damit fiel der Auftakt der Warnemünder Woche sprichwörtlich ins Wasser. Lediglich das zweite große Ereignis, das Waschzuberrennen, wurde ausgetragen. Nadja Arp, Sprecherin der Warnemünder Woche, war überrascht, dass allerhand Zuschauer erschienen: "Sie wurden aber bis auf die Knochen nass", so Arp.

Nachdem am Sonnabend sämtliche Törns wegen der Wetterkapriolen abgesagt werden mussten, hissten am Sonntag aber doch noch fast 700 Sportler zu einer ersten Wettfahrt im Rostocker Revier die Segel. In den nächsten Tagen wollen Seesportler aus 30 Nationen, unter anderem auch aus Singapore, Israel und Australien, zu Segelrennen auslaufen. Bis zum Ende der Warnemünder Woche am Sonntag wurden ursprünglich mehr als 700 000 Besucher erwartet. Ob sich diese Zahl bestätigt, hängt jedoch vom Wetter der kommenden Tage ab.


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