Studenten wagen den großen Schritt

Die Dienstleister: Dominic Carlberg und Jan Klaiber bringen  medizinische und touristische Angebote  zusammen. Im Mai vertreten sie ihre Idee  auf einer Messe in Amerika.
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Die Dienstleister: Dominic Carlberg und Jan Klaiber bringen medizinische und touristische Angebote zusammen. Im Mai vertreten sie ihre Idee auf einer Messe in Amerika.

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28. Februar 2011, 07:03 Uhr

Rostock | Die eigene Firma, das eigene Produkt und der ganz große Erfolg: Das ist das Ziel vieler Studenten für ihr Leben nach der Universität. Einige unter ihnen wollten nicht mehr so lange warten und haben ihre Ideen bereits neben Vorlesungen, Seminaren und Hausarbeiten umgesetzt. Ob Dienstleistungsunternehmen oder neueste technische Entwicklungen: Der Schritt in die Selbstständigkeit ist für die meisten sehr schwer.

Das haben auch Jan Klaiber und Dominic Carlberg erfahren müssen. Bis sie ihre Projekte "Promed Tours" und "Health Net Mecklenburg-Vorpommern" auf den Markt bringen konnten, mussten sie vor allem finanzielle Schwierigkeiten bewältigen. "Wir haben alles mitgenommen. Vom Callcenter bis zum Kellnern", sagt Klaiber. Auch die Teilnahme an Ideen- und Nachwuchswettbewerben zahlte sich anfangs nicht wie erhofft aus. "Wir haben gnadenlos versagt", so Carlberg. Heute können die beiden darüber lachen. Mit ihren Dienstleistungsunternehmen wollen sie medizinische und touristische Einrichtungen miteinander verknüpfen und somit spezielle Behandlungen in Länder tragen, die dort noch nicht ausgereift sind. "Pruritus, ein sehr unangenehmer Juckreiz, der durch Lebererkrankungen ausgelöst werden kann, kann bei uns zum Beispiel mit Hilfe einer Albumindialyse erfolgreich behandelt werden", sagt Klaiber. In Amerika sei diese Behandlungsform zwar bekannt, ist aber für diese spezielle Indikation nicht zugelassen und kann deshalb nicht angewandt werden. Mit ihrem Unternehmen wollen Carlberg und Klaiber nun die amerikanischen Patienten nach MV holen, um ihnen hier eine Behandlung zu ermöglichen. "Wir organisieren dabei alles. Vom Flug bis hin zur Übermittlung der Patientendaten an den außerhalb behandelnden Arzt", sagt Carlberg.

Gründerbüro schafft wichtige Kontakte für Studenten
Eine ganz andere Idee hatte hingegen der Politikstudent Andreas Scharfenberg. Während einer Lernphase fiel dem 24-Jährigen auf, dass in seinem Studentenfutter zu viele Zutaten waren, die er lieber durch andere ersetzen würde. Mit seinem virtuellen Mixer können sich seine Kunden nun ihre ganz eigene Mischung aus getrockneten Früchten und Nüssen im Internet bestellen. Drei Monate ist nun seit dem Startschuss vergangen. „Sobald eine Bestellung eingeht, kann ich in meine angemietete Küche gehen und dort alles fertig packen“, sagt Scharfenberg. Das sei vor allem in den Lernphasen von Vorteil.
Trotz der mehr als 1000 Anhänger auf seiner Internetplattform, kommt die Geschäftsidee erst langsam ins Laufen. „Gerade für Jungunternehmer ist es schwierig, in Werbung zu investieren“, sagt Scharfenberg. Noch könne er von dem Vertrieb der Trockenfrüchte und Nüsse allein nicht leben. Scharfenberg, wie auch Klaiber und Carlsberg gingen mit ihren Ideen zum Gründerbüro der Uni Rostock. Dort helfen Kathrin Krüger und Sabine Holfeld allen, die sich mit ihren Visionen neben dem Studium in die Selbstständigkeit trauen wollen. „Wir helfen bei der Erstellung von Businessplänen, bieten Kontakte zu wichtigen Unternehmen und bringen die verschiedenen Jungunternehmer in Seminaren zusammen“, sagt Krüger.

>> Weitere Informationen lesen Sie in ihrer Tageszeitung und im Epaper.

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