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Leistungsmelken des Milchkontrollvereins Güstrow : Stripp, strapp, strull - Melker im Test

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Wer kann am besten melken? Das wollte der Milchkontrollverein Güstrow beim 18. Leistungsmelken wissen. 24 Melker aus zwölf Milchbetrieben traten im Melkkarussell gegeneinander an.

svz.de von
erstellt am 24.Mär.2011 | 08:21 Uhr

Hoppenrade | Gestern in der Frühe. Achim Teigelmeister raucht vor dem Stall noch schnell eine. Dann ruft die Prüfungskommission. Der Lehrling aus der Agrargenossenschaft Jürgenshagen ist gestern der letzte Melker des 18. Leistungsmelkens des Milchkontrollvereins Güstrow. Zwei Tage dauerte der Wettbewerb. 24 Melker - erfahrene Facharbeiter und Azubis - aus zwölf Milchbetrieben stellten sich der Jury. Der 20-jährige Klein Belitzer hat bereits die Theorie und den Milchzelltest hinter sich. Jetzt geht es in den letzten beiden Kategorien um die Reinheit der Milch und das Melken. An acht Kühen melkt Teigelmeister, der im dritten Lehrjahr ist. Als erstes bereitet er die Tiere vor. Der Vormelktest vermittelt einen ersten Eindruck von der Milch, z. B. ob sie Flocken enthält. Der Lehrling prüft, ob das Euter gesund ist und reinigt es. Dann setzt er die Maschine an und merkt, dass in einer der vier Zitzen keine Milch ist. Man sieht, dass jeder Griff sitzen muss, denn es ist z. B. wichtig, dass die Maschine nicht zu sehr zischt. Das weist auf das Vakuum in den Schläuchen hin.

Das zu bewerten und die Sieger zu ermitteln, war die Aufgabe für die Prüfer Eberhard Tschirner (Landwirtschaftsbetrieb Griepen trog Steinhagen), Christine Weiß (Agrofarm Lüssow), Volkmar Bohnhorst (Rinderzucht GbR Tarnow), Karin Teigel meister (Agrar eG Reinstorf), Horst Schulze (Agrargenossenschaft Jürgenshagen) und Ulrich Schneider (Müritz-Milch Waren GmbH). Eberhard Tschirner bescheinigte Achim Teigelmeister eine gute Arbeit. "Das hat uns gut gefallen, was Sie gezeigt haben", sagte er. Allerdings war der junge Melker etwas übermotiviert. "Sie waren bisschen zu hektisch, so dass z. B. die erste Kuh aus der Ruhe kam", wertete der Steinhagener. Die Arbeit des Jürgenshageners reihte sich in die sehr guten und guten Ergebnisse bei den Facharbeitern und die durchwachsenen Leistungen bei den Azubis ein. Er durfte sich mit 130 von 160 Punkten über den 3. Platz bei den unter 25-Jährigen freuen. Den Sieg holte sich Anne Bartels von der Gut Witzin GmbH. Bei den über 25-Jährigen setzte sich Rüdiger Bissa, Landwirtschaftsbetrieb Griepentrog Steinhagen, durch (siehe "Die Sieger").

Tschirner: "Das Niveau hat sich weiter stabilisiert. Die Melker haben gezeigt, wie gut sie arbeiten können und wie hochwertig das Produkt Milch ist und nicht nur von Sensationen getragen wird." Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Landeskontrollverband Güstrow, dem Rinderzuchtverband MV, den Molkereien, der Erzeugergemeinschaft "Qualitätsmilch" Bützow und den Bauernverbänden Bützow, Güstrow und Parchim.


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