Stress mit KTV-Ampeln: Ortsbeirat tadelt Schaltung

Anette Niemeyer (Aufbruch 09)
Anette Niemeyer (Aufbruch 09)

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14. August 2009, 08:54 Uhr

Rostock | Ungenaue Ampelschaltung erhöht die Unfallgefahr am Werftdreieck. Das hat Thammo Stolle, sachkundiger Einwohner des Ortsbeirates KTV, kritisiert. Seinen Beobachtungen zufolge ist die Grünphase für Autofahrer aus der Werftstraße kommend zu lang beziehungsweise schaltet die Ampel in der Lübecker Straße zu rasch von Rot auf Grün. Oft seien Pkws noch gar nicht richtig aus dem Kreuzungsbereich heraus, wenn der Verkehr auf der Lübecker Straße schon wieder anrollt, berichtet Stolle.

Verschlissene KontaktschleifeRostocker Verkehrsingenieur Detlef Henoch dementiert den Sachverhalt. Er kennt die Ampeln der Hansestadt ganz genau, denn bei ihm laufen alle Leitungen zusammen. Vom Haus des Bauwesens aus kann er per Knopfdruck Ampelschaltungen verändern. Im Zuge der Einrichtung einer grünen Welle für die L 22 werde sich aber dieser Sachverhalt klären lassen, teilt Henoch am Mittwoch im Ortsbeirat mit. Etwas anders sieht die Ampel-Situation an der Margarethenstraße aus.

Einfach verschlissen oder schlecht programmiert: Abbieger stehen in der Margarethenstraße häufig minutenlang an der Ampel, um in die Doberaner Straße einzufahren. Das hat Anette Niemeyer, Vorsitzende des Ortsbeirates KTV, in der Sitzung bemängelt. Verkehrsingenieur Henoch vermutet, dass die Ampelschleifen in der Straßendecke durch stetigen Verkehr in Mitleidenschaft gezogen sind. Dadurch verliere die Anlage an Kontaktsensibilität, weshalb Autofahrer längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssten. Der Ortsbeirat richtet an die Verwaltung nun eine schriftliche Bitte, die Sache zu kontrollieren.

Hinzu kommt Niemeyers Beobachtungen zufolge, dass sich seit Umbau des Doberaner Platzes der Verkehr auf der gleichnamigen Straße reduziert hat. Die Ampel aber tue weiter ihren Dienst, teilweise ohne dass weit und breit ein Auto zu sehen sei, sagt sie. Nach Henochs Angaben hat diese Ampel die Aufgabe, An- und Abreise von Patienten und Angestellten der Augenklinik zu regeln. Sie gehe dazu erst morgens um 8 Uhr in Betrieb.

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