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Bürgermeister Beyer prüfte den Erhalt des Verbandes : Streit um Wismars Feuerwehrverband

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Wieder einmal gibt es Zündstoff wegen der bevorstehenden Kreisgebietsreform. Dieses Mal geht es den Hansestädtern um ihren Feuerwehrstadtverband. Dieser wird sich auflösen, wenn Wismar mit dem Landkreis NWM fusioniert.

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erstellt am 26.Jul.2011 | 05:53 Uhr

Wismar | Wieder einmal gibt es Zündstoff wegen der kurz bevorstehenden Kreisgebietsreform. Dieses Mal geht es den Hansestädtern um ihren Feuerwehrstadtverband. Denn dieser werde sich auflösen, wenn Wismar mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg fusioniert.

Die CDU hat Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) beauftragt, zu prüfen, ob der Verband nicht doch erhalten werden kann. Ein klares Nein des Bürgermeisters war die Antwort. Deshalb wird im Rathaus derzeit überlegt, einen Verein zu gründen, der sich der Förderung des Nachwuchses annimmt. Fusionieren Stadt- und Kreisfeuerwehrverband, stünden in Wismar personelle Veränderungen an: Stadtwehrführer und -jugendwart fielen weg. Der Kreisverband übernehme dann die Ausbildung der Kameraden. Soweit sieht der Plan in der Theorie aus. "Wismar müsste dem Kreisfeuerwehrverband in einem Vertrag die Ausbildung übertragen", sagt Torsten Gromm. Bislang ist der Chef der Berufsfeuerwehr der Hansestadt dafür zuständig. Zusammen mit Stadtwehrführer Siegmund Struve wird geregelt, was, wann und wo geübt wird. Dafür wäre nach dem 4. September Kreiswehrführer Gromm zuständig.

Das Problem: Die Berufsfeuerwehr Wismar ist Mitglied im Landesfeuerwehrverband und dem Innenministerium unterstellt. Für die Freiwilligen Wehren im Landkreis hingegen hat die Landrätin die Fachaufsicht. Als Kreisbrandmeister hat Gromm zwar bestimmte hoheitliche Aufgaben, an der Stadtgrenze von Wismar ist damit aber Schluss.

Doch nicht alle sind gegen einen Zusammenschluss der Wehren. Stadtwehrführer Siegmund Struve sieht es durchaus positiv, sich mit Nordwestmecklenburg zusammen zu tun. Vieles werde bereits gemeinsam organisiert. Über die Jahre sind gute Kontakte entstanden. "Die gemeinsame Ausbildung ist ein riesen Vorteil", sagt er. Nach der Fusion darf Wismar auch in den Landkreis ausrücken. "Das macht vieles einfacher", sagt Struve. Bis zum Ende des Jahres wird es erstmal keine großen Veränderungen geben. Bis dahin muss geklärt werden, wie Wismar in den Verbandsausschuss integriert werden soll. Er ist die Schaltstelle zwischen Vorstand und Mitgliedswehren. Hier werden die Beschlüsse für die Hauptversammlung vorbereitet. Struve und Gromm sehen all dem gelassen entgegen. Sie wollen erst einmal die Entscheidung des Landesverfassungsgerichts in Greifswald abwarten.

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