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Briefkopf: „Stadt Gadebusch, Der Bürgermeister, Arbeitsgruppe 2012“ : Streit um Münzfest im nächsten Jahr

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Für Aufregung in Gadebusch sorgt ein Schreiben aus der Amtsverwaltung mit dem Briefkopf des Bürgermeisters und der Stadt. In dem Schreiben geht es um das 18. Münzfest im kommenden Jahr - wer soll es ausrichten?

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erstellt am 20.Jul.2011 | 07:18 Uhr

Gadebusch | Für Aufregung in Gadebusch sorgt ein Schreiben aus der Amtsverwaltung mit dem Briefkopf des Bürgermeisters und der Stadt. In dem Schreiben geht es um das 18. Münzfest im kommenden Jahr - wer soll es ausrichten? Denn vom 1. August bis zum 15. September 2011 läuft die Ausschreibung. In dieser Zeit können Interessierte mit einem Konzept um die Ausrichtung des Münzfestes 2012, das unter dem Titel "300 Jahre Schlacht bei Gadebusch - 300 Jahre gemeinsame Geschichte im Norden" stattfinden wird, bewerben. Denn zur gleichen Zeit erinnert die Münzstadt an die Schlacht von 1712 in Wakenstädt. Dieses Fest richtet der Kulturhistorische Verein 1712 aus.

Diskutiert über das Schreiben und das Konzept wurde auch bei der jüngsten Stadtvertretersitzung. Stadtvertreterin und jahrelanges Pegasusvereinsmitglied, Ingrid Schafranski, war alles andere als glücklich. "Ich finde es sehr enttäuschend, wie mit dem Pegasusverein hier verfahren wird. Diese Art und Weise funktioniert nicht", so Schafranski. Denn seit mittlerweile sieben Jahren ist der "Pegasus Kunst- und Kulturverein Gadebusch e.V." der Ausrichter des Stadtfestes an der Radegast. Bürgermeister Ulrich Howest wies in der Folge alle Vorwürfe von sich, wonach dieses Schreiben von ihm käme: "Es ist ein internes Schreiben, das nicht aus meiner Feder stammt. Es ist ein Entwurf eines Vereines." Darauf wurde angemerkt, dass der Verein sich dann doch auch zu erkennen geben möge, wenn er Vorschläge für das Münzfest 2012 hat. Auch Günter Blankenberg äußerte sich dahingehend: "Wer darf denn alles überhaupt ein Schreiben im Namen der Stadt und des Bürgermeisters herausgeben?"

Doch nicht nur Ingrid Schafranski, die seit mehr als 15 Jahren Mitglied im Pegasusverein ist und sich gern an kulturellen Veranstaltungen und deren Ausrichtung beteiligt, ist enttäuscht, sondern auch der Geschäftsführer des Vereins, Andreas Kruse: "Es hat vor einiger Zeit ein Treffen des Arbeitskreises 2012 zum Thema Münzfest gegeben. Der Bürgermeister war ebenfalls anwesend. Er kennt also dieses Schreiben." Kruse war sehr enttäuscht, als ihm das Blatt über den Tisch gereicht wurde. "Ich finde, man hätte mit uns vorher darüber reden können, wie wir es uns vorstellen", so Kruse weiter. Andreas Kruse hat sich mit dem Bürgermeister insofern verständigt, dass der Verein seine Gedanken aufschreibt und der Stadt demnächst vorlegt. Ingrid Schafranski dagegen ist sehr enttäuscht. "Bei einem so wichtigen Fest in der Stadt müsse man zusammenarbeiten." Bürgermeister Ulrich Howest hatte in der Stadtvertretersitzung mehrmals darauf hingewiesen, dass es sich um einen Entwurf handle. Scha franski stellt dies in Frage.

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