Straßenrand nach Unfall seit drei Monaten ramponiert

<fettakgl>Gut zu Fuß</fettakgl> sein muss, wer hier  einen Brief einwerfen möchte.<fotos>Birgit Hamann (2); Archiv</fotos>
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Gut zu Fuß sein muss, wer hier einen Brief einwerfen möchte.Birgit Hamann (2); Archiv

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08. März 2013, 10:13 Uhr

Fritz Grützmacher ist sauer: Genau vor seinem Grundstück in Haaren kippte am 4. Dezember 2012 ein Lkw mit schadstoffverseuchter Schwarzerde um, verunreinigte nicht nur die Fahrbahn und das angrenzende Areal, sondern zerstörte auch den Grünstreifen neben der Fahrbahn, die Bankette und nicht zuletzt den Zaun am Grützmacherschen Grundstück. Was den Haarener eigentlich wütend macht: "Wie sieht es denn hier eigentlich aus? Und das bereits seit einem Vierteljahr!" Seiner Ansicht nach könne es nicht die Norm sein, dass sich über Wochen und Monate nach solch einem Unfall offenkundig überhaupt nichts tut.

Abgesehen von der Optik, so Fritz Grützmacher, sei es für die Haarener einfach ärgerlich, dass sie den Grünstreifen nicht mehr bzw. nur noch sehr eingeschränkt nutzen können. "Für uns ist das wichtig, weil Haaren ja keinen befestigten Bürgersteig hat." Abenteuerlich gestalte sich auch der Gang zum gelben Postkasten: Der Erdboden drumherum ist aufgewühlt, mit tiefen Löchern durchsetzt. Vor etwa vier Wochen habe er bereits die Änderung des Zustandes bei der Amtsverwaltung in Bad Wilsnack angemahnt, so Fritz Grützmacher. Geändert habe sich aber immer noch nichts.

Zuständig ist die Kreisstraßenmeisterei Prignitz. Deren Werkleiter Michael Becker räumte auf Nachfrage des "Prignitzers" ein, dass die Bodenuntersuchungen im Zusammenhang mit der kontaminierten Schwarzerde abgeschlossen seien. Während der Winter- und Frostperiode wären hier zwar tageweise Arbeiten möglich gewesen, jedoch hätten die Mitarbeiter im Winterdienst und später bei Baumfällarbeiten in den zurückliegenden Wochen alle Hände voll zu tun gehabt. "Haaren soll aber auf jeden Fall noch vor Ostern wieder schick gemacht werden", versprach Michael Becker.

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