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Lokales

18. November 2017 | 02:15 Uhr

Straßenaufsicht im Dauereinsatz

vom

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erstellt am 07.Jan.2011 | 07:47 Uhr

Rostock | Es ist eine Arbeit, die nie zu enden scheint: die Reparatur der Straßen Rostocks. Gerade hat das Tief- und Hafenbauamt die gröbsten Schäden des vergangenen Winters in Angriff genommen, da sorgen Schnee und Frost erneut für Aufbrüche in den Fahrbahnen. Doch, versichert Amtsleiter Heiko Tiburtius, so schlimm wie im Frühjahr 2010 ist es bislang noch nicht. "Ein langer, frostiger Winter ist nicht so schädlich wie etwa ständige Frost-Tau-Wechsel", erklärt er. Denn diese sorgen dafür, dass Wasser in die Risse des Asphalts eindringt. Bei erneutem Gefrieren dehnt sich das Wasser in den Rissen aus, was dann zu Aufbrüchen führt.

"Im Moment haben wir noch keine gravierenden Probleme", so Tiburtius. Die Straßenaufsicht ist permanent im Einsatz, um die 700 Kilometer Straßen der Hansestadt auf Schäden zu kontrollieren - die Gehwege eingeschlossen. Fallen den Mitarbeitern Schlaglöcher auf, melden sie diese. Die Straßenmeisterei kümmert sich dann umgehend um die temporäre Schließung dieser Aufbrüche. Dazu wird Kaltmischgut aufgebracht. "Seit dem 3. Januar haben wir bereits 22 solcher Aufträge bearbeitet", sagt Tiburtius. Alles eher kleinere Schäden, zum Glück. Stellen, von denen eine Gefahr ausgeht, könnten auch abgesperrt werden.

Nach dem vergangenen Winter musste die Hansestadt teilweise die Rechnung dafür zahlen, dass an manchen Straßen seit vielen Jahren nur notdürftig geflickt worden war. So war beispielsweise der Südring auf Höhe Mensa kaum noch befahrbar. Ähnlich katastrophal stellten sich die Verhältnisse auf der Hundsburgallee, im Fischereihafen und auf der Dierkower Allee dar. "Diese Straßen wurden seit der Wende nicht grundhaft saniert", so der Amtsleiter. Daher seien sie besonders anfällig für die schlechte Witterung gewesen. Die Stadt reagierte, stellte zusätzliche Mittel für die Straßenreparatur zur Verfügung.

So konnten zumindest der Südring und die Nord-Ost-Rampe der Stadtautobahn-Kreuzung Lütten Klein saniert werden. Hier sind laut Tiburtius in den nächsten Jahren keine Schäden mehr zu erwarten. Für die Hundsburgallee und die Straße durch den Fischereihafen sind Reparaturaufträge zwar schon vergeben worden, doch brach das Winterwetter ein, bevor hier die Arbeiten beginnen konnten. Für die Dierkower Allee wird derzeit noch geprüft, inwiefern die Mittel für eine Sanierung vorhanden sind. Dann soll auch diese Straße hergerichtet werden.

Das gesamte vergangene Jahr über war die Straßenmeisterei im Einsatz, um alle Löcher mindestens notdürftig zu flicken. Ob das Tief- und Hafenbauamt im kommenden Frühjahr trotzdem vor einem neuen Berg zu reparierender Straßen steht, hängt vom Wetter der nächsten Wochen ab.

Für Tiburtius ist es wichtig, dass neben der Sanierung der Straßen vor allem auch die Geh- und Radwege nicht außer Acht gelassen werden. Er fordert jeden, dem ein erheblicher Schaden auffällt, auf, dies im Amt zu melden, damit eine mögliche Gefahr schnell beseitigt werden kann. Kontakt: 3816600

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