Bauarbeiten an der Landesstraße : Straße nach Groß Raden gesperrt

Nur noch mit dem Kipper zu passieren. Der Asphalt auf der Straße zwischen Sternberger Burg und Groß Raden ist aufgefräst. Michael Beitien
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Nur noch mit dem Kipper zu passieren. Der Asphalt auf der Straße zwischen Sternberger Burg und Groß Raden ist aufgefräst. Michael Beitien

Nichts geht mehr auf der Landesstraße 141 zwischen Sternberger Burg und Groß Raden. Seit gestern ist der Abschnitt voll gesperrt. Große Umleitungsschilder weisen darauf hin. Das wird wohl bis zum 1. Juni so bleiben.

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02. Mai 2011, 07:06 Uhr

Sternberg | Nichts geht mehr auf der Landesstraße 141 zwischen Sternberger Burg und Groß Raden. Seit gestern ist der Abschnitt voll gesperrt. Große Umleitungsschilder weisen darauf hin. Trotzdem versuchen es noch am Vormittag einige Autofahrer, sich durch die gesperrte Zone zu mogeln. Einer muss umkehren, als ihm die Fräsmaschine entgegenkommt, beobachtet der Witziner Bauarbeiter Gerhard Kröplin:"Einige ganz Kluge versuchen es über den Fahrradweg."

Er und seine Kollegen von der Firma Sandmann sind dabei, eine 1-KV-Stromleitung umzuverlegen, um eine Voraussetzung für den Straßenbau zu schaffen. Mit einem kleinen Bagger zieht Kröplin dafür einen Graben. An drei Stellen müssen die Fachleute mit Spezialbohrern jeweils etwa 35 Meter lange Kabeltrassen unter der Erde anlegen: unter Rohrleitungen oder unter Gräben.

Die Fräsmaschine leistet ganze Arbeit. Gegen Mittag ist von Sternberger Burg aus nichts mehr von ihr zu sehen. Der gesamte Asphalt ist aufgerissen. Das Material bleibt auf der Baustelle und wird wieder verarbeitet. Vermischt mit Sand und Zement ergibt der alte Baustoff eine solide Tragschicht für die neue Straße. Ein System, das sich bei vielen Landesstraßen bewährt hat. Auch auf dem im vergangenen Jahr gebauten Abschnitt der L141 zwischen Sternberg und Sternberger Burg wurde der alte Asphalt neu verbaut.

Im April begann der Ausbau der Landesstraße 141 auf dem verbliebenen 1 600 Meter langen Abschnitt Richtung Groß Raden. Der Fahrbahnzustand hatte sich in den letzten Jahren erheblich verschlechtert. Die bisherige Fahrbahnbreite betrug fünf Meter und unterschreitet die erforderliche Standardbreite von 6,50 Meter für Landesstraßen erheblich. Bisher war ein Begegnungsverkehr von normalen Lkw nur unter äußerst schweren Bedingungen möglich. Die Fahrbahn erhält jetzt einen Asphaltbelag von sechs Meter Breite. Auch wird das notwendigen Quer- und Längsgefälle hergestellt.

Für den Straßenausbau wurden 49 Bäume gefällt. Dafür werden im Bereich der Baustrecke ca. 140 neue Alleebäume zwischen dem neuen Straßenrand und dem vorhandenen Radweg gepflanzt.

Die gestern begonnene Vollsperrung zwischen Sternberger Burg und Groß Raden hat das Straßenbauamt bis zum 1. Juni angekündigt. Die Straßenbauer haben mit dem momentan trockenen Wetter gute Bedingungen, um die Termine zu halten.

Als Umleitung ist eine Strecke über Sternberg, B 104, Kreisstraße 8, Lübzin, L 141, Groß Raden ausgeschildert. Einheimische versuchen es in der Zeit der Vollsperrung auf kürzeren Schleichwegen.

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