Stift verabschiedet Oberin in den Ruhestand

<fettakgl>Oberin Schwester Barbara Fricke </fettakgl> und Landesbischof Dr. Andreas von Maltzahn.
Oberin Schwester Barbara Fricke und Landesbischof Dr. Andreas von Maltzahn.

svz.de von
05. Juli 2010, 01:57 Uhr

Ludwigslust | Die Oberin des diakonischen Stift Bethlehem, Schwester Barbara Fricke, wurde gestern von Landes bischof Dr. Andreas von Maltzahn in den Ruhestand verabschiedet. Bei einem Gottesdienst in der Stiftskircheie entpflichtete er die Sozialpädagogin, die seit April 1996 in Ludwigslust Oberin war und die Schwesternschaft leitete, feierlich von ihren Aufgaben.

Ihre Arbeit in Ludwigslust sei ausgefüllt gewesen, sagte sie gegenüber SVZ. Immer habe sie deren Vielfalt begeistert, die vor allem in den letzten Jahren von viele Veränderungen und Neuerungen geprägt war. Gern habe sie diese mitgestaltet. Wie etwa die vielen Regelungen, die nach der Übernahme zahlreicher Häuser des Diakonievereins Parchim notwendig wurden.

Jetzt werde sie nach Lüneburg umziehen und dort privat wohnen. Lüneburg sei eine traumhafte Stadt und zudem die geo grafische Mitte zwischen Ludwigslust und Rotenburg/Wümme. Dort war sie vor 1996 im Diakonissenhaus tätig und hatte durch die Patenschaft zum Mutterhaus Fürstenwalde erste Kontakte nach Ostdeutschland.

Was sie nach insgesamt 30 Jahren Diakonissenarbeit mit ihrem Ruhestand anfangen möchte, weiß Barbara Fricke ganz genau: "Ich möchte die Zeit entschleunigen, ohne irgendwelche konkreten Aufgaben. Ich werde nach Umschaltmöglichkeiten suchen und habe mich dabei ganz bewusst nicht festgelegt. "

Eine Nachfolgerin werde es vorerst nicht geben, sagte Stiftspropst Jürgen Stobbe. Die Aufgaben der Oberin hätten sich verringert, nachdem das Krankenhaus vor fünf Jahren aus dem Stift ausgegliedert und in eine eigene Gesellschaft überführt worden war. Zudem gebe es in Ludwigslust nur noch fünf Diakonissen, die alle hochbetagt im Ruhestand lebten.

Das Stift Bethlehem wurde 1851 als Diakonissen-Mutterhaus gegründet und ist derzeit Träger von acht Einrichtungen mit etwa 150 Mitarbeitern. Dazu gehören unter anderem zwei Altenheime, zwei Kindertagesstätten, eine Ehe- und Lebensberatung sowie Einrichtungen für psychisch kranke Menschen.

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