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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin Zweitklässler gestalten ein Kinderbuch

Von Roswitha Spöhr | 23.12.2010, 09:11 Uhr

"Ich habe heute eine Überraschung für euch, aber im Prinzip habt ihr euch ja selbst überrascht", begrüßt Bibliothekarin Roswitha Auert beim letzten Treffen der Wariner "Büchergeister" in diesem Jahr die Sieben- und Achtjährigen.

Die Zweitklässler kommen einmal in der Woche in einer sechsten Stunde in der Schulbibliothek zusammen - ein Projekt innerhalb der vollen Halbtagsschule.

Am Mittwoch hatte Roswitha Auert

einen Gast mitgebracht: ihren Bruder Eberhard Köhn aus Brüel. Der 61-Jährige ist Autor der Geschichte "Jonas und der Nussknacker". "Ich habe sie den Kindern vorgelesen und ihnen gesagt, dass sich Herr Köhn Bilder zu der

Geschichte wünscht", sagt Roswitha Auert. Und die hatten die Mädchen und Jungen dann mit viel Phantasie und Kreativität gemalt. "Ich habe nur ein bisschen darauf geachtet, dass nicht alle zur gleichen Textstelle malen, und hin und wieder habe ich auch geholfen. Aber die Anforderungen waren ja auch hoch", so die Bibliothekarin.

Mucksmäuschen still war es dann im Raum, als Eberhard Köhn Lea, Amely, Lena, Jette, Vanessa, Anna, Lucy, Lea-Marie, Denise, Anna-Marisa, Kalle und Michelle erzählte, wie die Geschichte entstanden ist, dass die Bilder der Kinder "sehr gut hineinpassen" und sein

29-jähriger Sohn Tobias dann dafür

gesorgt hat, dass sie an den passenden Textstellen eingearbeitet wurden.

In "Jonas und der Nussknacker" hat der Brüeler Erinnerungen aus Selbsterlebtem und Gelesenem verwoben. "Ich habe es meinen Enkeln erzählt und dann gedacht, schreib das mal auf und mache es auch anderen Kindern zugänglich", sagt Köhn.

Roswitha Auert konnte am Mittwoch dann allen "Büchergeistern" ein gebundenes Exemplar von "Jonas und der Nussknacker" übergeben. Für die Vervielfältigung und das Binden hatte Sabine Wundrak-Geritz vom Schulverein gesorgt. "Ich bin überzeugt, dass die

Geschichte von euch allen nochmal

gelesen wird. Ein Exemplar wird auch in der Stadtbibliothek zu finden sein", kündigt Roswitha Auert an.

Und kaum in den Händen, hatten sich Anna-Maria, Lena, Vanessa und die anderen Kinder auch schon in die Geschichte vertieft. "Ich habe den Hubschrauber gemalt. Das war schwer, aber Frau Auert hat ein bisschen geholfen. Ich finde die Geschichte schön", sagt Anna-Marisa Lohse. Denise Pohl hatte sich an das Malen der beiden Häuser mit den Menschen herangetraut. "Es war schön, dass wir etwas für ein Buch malen durften. So etwas gab es zum ersten Mal. Ich bin gern bei den Büchergeistern", schwärmt die Zweitklässlerin.

Die Geschichte wird demnächst auch auf der Hompage der Schule zu lesen sein.