Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Warin Von Internetplatz bis Reitwegenetz

Von Roland Gttler | 14.12.2017, 05:00 Uhr

Im Vereinsbüro des Wariner Fremdenverkehrsverein gibt es seit neuestem einen Internetplatz für Jedermann/ Besucherzahlen konstant

„Trotz des vielen Regens: In Sachen Tourismus war 2017 kein schlechtes Jahr, so Hans-Jürgen Cayé, Vorsitzender des Wariner Fremdenverkehrsvereins gegenüber SVZ. „Bis einschließlich Oktober (neuere Zahlen gibt es nicht – d. Red) hatten wir 1800 Besucher“, ergänzt seine Stellvertreterin Brigitte Rinas, die ebenso ganzjährig im Vereinsbüro anzutreffen ist.

Seit 2014 erfasst der Fremdenverkehrsverein die Besucherzahlen. So kamen im Folgejahr im Vergleichszeitraum 1654 Besucher ins Haus Am Markt 4a – davon ca. 1400 in der Hauptsaisonzeit zwischen Mai und September.

Als Neuerung gibt es im Vereinsbüro seit wenigen Wochen einen Internetplatz. „Hier kann man alles Wissenswerte über die Stadt Warin erfahren und auch seine Mails lesen. Aber man kann das Internet nicht uneingeschränkt nutzen“, darauf weist Rinas hin. „Man kann nichts ausdrucken und auch keinen Stick reinstecken.“ Mit 18 Nutzern bis in den November ist das freilich noch nicht so viel, „es muss erst mal starten“, so Rinas. Dabei befinde sich Warin, was das Internet betrifft, nach wie vor „im Bermudadreieck – im E-Netz hat man keine Chance“, weiß Cayé. Er verweist auch auf ein anderes Problem. Sehr gefragt seien Angelkarten. Doch die Urlauber erlebten da manch unliebsame Überraschungen. Das hänge mit den Regelungen in Sachen E-Motoren zusammen. „Zwischen beiden Kreisen gibt es unterschiedlichen Handhabungen“, erklärt Cayé. Dies sei den auswärtigen Gästen nur schwer vermittelbar. Im Nordwestkreis gilt ein generelles Fahrverbot auf Binnengewässern, in Ludwigslust-Parchim gibt es hingegen „nur“ Begrenzungen oder man kann sich gar eine Genehmigung erkaufen.

Und auch bei anderen Dingen sieht der Wariner Fremdenverkehrschef Handlungsbedarf: Zum Großsteingrab in Pennewitt gebe es zu wenig Hinweisschilder. Cayé: „Laut einer Beschlussvorlage der Stadtvertretung von 2015 soll sich darum gekümmert werden. Da ist noch nichts passiert.“

Den Radtouristen empfehle man vor allem feste Wege, etwa den über Graupenmühle und Groß Görnow nach Groß Raden. Die Wege durch den Wald von Warin über Neumühle nach Neukloster sowie auch der Weg zum Steeder See seien hingegen ziemlich zermahlen.

Von Vorteil ist hingegen Warins zentrale Lage. Cayé: „Da liegen wir besser als Sternberg: Es ist nicht weit nach Schwerin, an die Ostsee und nach Güstrow mit seinem Wildpark. Wir empfehlen zudem Karl’s Erdbeerhof, den Tierpark oder das Mumpitz in Wismar oder aber auch Groß Raden sowie das Kutschenmuseum in Kobrow, Dabel mit seiner DDR-Ausstellung und den Kamelhof in Sternberger Burg.“

Zum Thema Reitwege möchte Cayé gerne „alle Reitvereine ins Boot bekommen.“